Der Heimatverein Erle hat sieben seiner Geschichtsstationen modernisiert. Möglich machte das eine Spende der Kleiderbörse „Froschkönig“ in Höhe von 2.000 Euro. Den symbolischen Spendenscheck übergab das Team am Freitag.
Spende macht Modernisierung möglich
Mit einem symbolischen Spendenscheck über 2.000 Euro unterstützt die Kleiderbörse „Froschkönig“ der Pfarrgemeinde Raesfeld jetzt den Heimatverein Erle. Das Geld floss in die Modernisierung der Geschichtsstationen, die seit vielen Jahren an markanten Orten im Dorf und in den Bauernschaften an die Geschichte Erles erinnern.

Sieben Geschichtsstationen erhielten neue Rahmen
Bereits 2004 begann der Heimatverein Erle damit, an geschichtsträchtigen Orten Informationstafeln aufzustellen. Bis 2023 entstanden insgesamt 17 Geschichtsstationen. Sie informieren über historische Gebäude, markante Bäume, bedeutende Ereignisse, alte Grenzverläufe und archäologische Fundstellen.
Viele der älteren Tafeln waren noch mit Rahmen und Ständern aus Eichenholz ausgestattet. Wind und Wetter hatten dem Material im Laufe der Jahre deutlich zugesetzt. Auch ein neuer Anstrich konnte die Schäden nicht mehr verdecken. Deshalb entschied sich der Heimatverein, die Holzkonstruktionen schrittweise durch langlebige, tannengrün pulverbeschichtete Edelstahlrahmen zu ersetzen.
Mit der Spende des Froschkönigs und Eigenmitteln aus den Einnahmen der Führungen an der Femeiche konnten insgesamt sieben Geschichtsstationen erneuert werden.
Ehrenamt und Handwerk greifen ineinander
Die Firma Nießing aus Raesfeld fertigte die neuen Edelstahlrahmen zu einem günstigen Preis. Ralf Klaßen begleitete das Projekt mit fachlichem Know-how und entwickelte nach Angaben des Heimatvereins für jede Situation eine passende Lösung.
Den Abbau der alten Schilder, das exakte Vermessen sowie die Montage der neuen Rahmen übernahmen Mitglieder des Heimatvereins in Eigenleistung. Der Verein bedankt sich bei der Kleiderbörse „Froschkönig“ für die finanzielle Unterstützung sowie bei der Firma Nießing für die partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Froschkönig unterstützt Vereine und soziale Projekte
Die Kleiderbörse „Froschkönig“ hat sich in Erle zu einer festen Anlaufstelle entwickelt. Mit den Erlösen aus dem Verkauf gut erhaltener Kleidung unterstützt das ehrenamtliche Team regelmäßig Vereine und soziale Projekte.

Allein in diesem Jahr stellte die Kleiderbörse nach eigenen Angaben bereits 9.500 Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Jeweils 1.000 Euro gingen an die Kolpingsfamilien Erle und Raesfeld sowie an den Friedhof Erle. Der Heimatverein Erle erhielt 2.000 Euro für die Erneuerung seiner Geschichtsstationen. Weitere 2.000 Euro flossen an den Förderverein der Kita St. Michael, ebenfalls 2.000 Euro an das Ferienlager Westfeld. Mit weiteren 2.000 Euro unterstützte der Froschkönig Kinder, die an einer Freizeit in Westfeld teilnehmen. Die Caritas Borken erhielt 500 Euro für die Spezialberatung.
„Wir sind zufrieden und freuen uns über jeden Kunden, der kommt. Ebenso freuen wir uns über schöne, gut erhaltene und vor allem saubere und gewaschene Sachen“, sagt Dagmar Vogt, Leiterin der Kleiderbörse.
Derzeit nimmt das Team weder Sommer- noch Winterkleidung an. Die Lager seien gut gefüllt und müssten zunächst sortiert werden. Im Verkauf gibt es weiterhin günstige Angebote. T-Shirts, Hemden und Sweatshirts kosten jeweils einen Euro. Kinderkleidung wird für vier Teile zum Preis von einem Euro angeboten.
Heimatverein dokumentiert die Geschichte Erles
Mit seinen Geschichtsstationen, wie die an der Piuseiche, Am Ehrenmal in Erle, macht der Heimatverein Erle historische Orte im Dorf und in den Bauernschaften sichtbar. Die Tafeln laden Einheimische und Gäste dazu ein, die Geschichte Erles bei einem Spaziergang zu entdecken. Finanziert werden Projekte des Vereins unter anderem durch Spenden sowie durch Einnahmen aus den Führungen an der historischen Femeiche. Die jetzt modernisierten Edelstahlrahmen sollen dafür sorgen, dass die Geschichtsstationen auch in den kommenden Jahren dauerhaft erhalten bleiben.


























