Hochwasserschutzkonzept Bocholter Aa fertiggestellt


Gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet: Neun Anlieger-Kommunen und Kreis Borken bekräftigen weitere Zusammenarbeit – Bocholt, Borken, Gescher, Heiden, Isselburg, Raesfeld, Reken, Rhede und Velen

Kreis Borken (pd). Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass im Kreisgebiet nach Starkregen viele Felder, Wiesen und Straßen überschwemmt und Keller vollgelaufen waren. Die Hochwasser im Juni 2016 sind wohl allen Menschen im Kreisgebiet noch im Gedächtnis.

Betroffen war auch die Bocholter Aa, die vielerorts weit über die Ufer getreten war und ihr Umland „unter Wasser“ gesetzt hatte. Danach haben sich die Kommunen im seitlichen Einzugsgebiet und entlang der Bocholter Aa sowie der Kreis Borken gemeinsam um die Erstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes bemüht. Dieses Konzept ist nun fertiggestellt und wurde im Rahmen eines Ortstermins feierlich übergeben.

Hochwasserkonzept-Bocholter-Aa-Raesfeld
Mit dem „Letter of Intent“ bekräftigten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der neun Kommunen – Bocholt, Borken, Gescher, Heiden, Isselburg, Raesfeld, Reken, Rhede und Velen – sowie Landrat Dr. Kai Zwicker ihre weitere Zusammenarbeit.©Kreis Borken

Gleichzeitig bekräftigten die neun Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Landrat Dr. Kai Zwicker die weitere Zusammenarbeit in Sachen Hochwasserschutz mit einer gemeinsamen Absichtserklärung („Letter of Intent“).

Vom Kreishaus in Borken aus starteten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit von den Stadtwerken zur Verfügung gestellten Mietfietsen ins Auengebiet der Bocholter Aa in Gemen, wo sie auf die Borkener Aa trifft. Vor Ort machten Landrat Dr. Kai Zwicker und Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing als Sprecherin der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nochmals auf die Bedeutung des Konzeptes und der gemeinsamen Bemühungen aufmerksam. Dabei stellten sie heraus, dass durch die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen, wozu auch starke und langanhaltende Niederschlagsereignisse zählen, auch die Wahrscheinlichkeit von Hochwasserereignissen bzw.

Schäden durch die Folgen von Starkregen

Vom Kreishaus in Borken aus starteten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit von den Stadtwerken zur Verfügung gestellten Mietfietsen ins Auengebiet der Bocholter Aa in Gemen, wo sie auf die Borkener Aa trifft. Vor Ort machten Landrat Dr. Kai Zwicker und Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing als Sprecherin der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nochmals auf die Bedeutung des Konzeptes und der gemeinsamen Bemühungen aufmerksam. Dabei stellten sie heraus, dass durch die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen, wozu auch starke und langanhaltende Niederschlagsereignisse zählen, auch die Wahrscheinlichkeit von Hochwasserereignissen bzw. Schäden durch die Folgen von Starkregen zunimmt.

Hochwasserallianz-Bocholter-Aa
Das Hochwasserschutzkonzept für die Bocholter Aa ist fertiggestellt – bei einem Ortstermin im Auenbereich in Borken-Gemen stellten die beteiligten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landrat Dr. Kai Zwicker sowie Vertreterinnen und Vertreter des Kreises und der Bezirksregierung nochmals die Bedeutung des Konzeptes und der gemeinsamen Bemühungen heraus. ©Kreis Borken

Umso wichtiger sei es, sich abgestimmt dem technischen Hochwasserschutz, aber auch den ökologischen Maßnahmen anzunehmen. Gleichzeitig sei auch die Eigenvorsorge von Bürgerinnen und Bürgern an und im eigenen Gebäude zum Schutz vor den Folgen von Starkregen höchst relevant.

Am nächsten Zwischenstopp, dem Gasthaus Geers in Borken-Gemen, bekräftigten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der neun Kommunen – Bocholt, Borken, Gescher, Heiden, Isselburg, Raesfeld, Reken, Rhede und Velen – sowie der Landrat dies mit der Unterzeichnung eines „Letter of Intent“: Darin erklärten sie die weitere Zusammenarbeit, um auch künftig den Hochwasserschutz an der Bocholter Aa unter Berücksichtigung verschiedenster Belange voranzubringen und um gemeinsam den Herausforderungen des Klimawandels und seiner Folgen zu begegnen.

30 Maßnahmenvorschläge

In dem Konzept sind insgesamt 30 Maßnahmenvorschläge aufgeführt, beispielsweise Hochwasserrückhaltebecken, Hochwasserschutzwände, Aufweitungen an innerstädtischen Engstellen, Schaffung von natürlichen Überflutungsflächen zum Wasserrückhalt oder Wasserrückhalt in Stillgewässern. Eingebunden sind dabei nicht nur die Kommunen und der Kreis, sondern auch die Bezirksregierung Münster sowie weitere Akteure wie etwa die Landwirtschaftskammer oder die Wasser- und Bodenverbände. Zum Hochwasserschutzkonzept gibt es nun auch eine Projekthomepage, die unter www.hochwasserallianz-bocholter-aa.de zu finden ist. Dort stehen auch vielfältige Informationen zu Eigenvorsorgemaßnahmen zum Download bereit, zudem gibt es einen anschaulichen Erklärfilm.
Die konkreten Inhalte des Konzeptes und die darin enthaltenen Maßnahmenvorschläge werden der Öffentlichkeit zudem am 4. Oktober 2021 im Rahmen einer Online-Veranstaltung vorgestellt.

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