Landrat Dr. Kai Zwicker erfreut: „Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Oktober weiter zurück“
Kreis Borken (pd). „Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken ist im Oktober weiter zurückgegangen und auf ein neues Rekordtief gesunken.“ Das konnte jetzt Landrat Dr. Kai Zwicker erfreut feststellen. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Oktober 2011 insgesamt 4.775 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Im Vergleich zum Vormonat September ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen damit um 74 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat zählt das Jobcenter im Kreis Borken einen Rückgang von 416 Langzeitarbeitslosen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt im Kreisgebiet damit erstmals bei 2,4 Prozent.
Auch die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Oktober weiter gesunken und liegt derzeit bei 11.338 Personen (-233). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und weiterer nicht erwerbsfähiger Angehöriger haben im Oktober 16.844 Personen (-272) in 8.016 Bedarfsgemeinschaften (-158) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.
„Die Finanzkrise hat bislang glücklicherweise keine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gezeigt, auch wenn die Konjunkturentwicklung leicht abgeschwächt ist“, kommentiert Landrat Dr. Zwicker das Oktoberergebnis. Neben der Zahl der Langzeitarbeitslosen ist auch die Zahl der Leistungsberechtigten insgesamt zurückgegangen. Dr. Zwicker: „Erfreulicherweise schaffen es immer mehr Menschen im Kreis Borken, ihren Lebensunterhalt eigenständig sicherzustellen, ohne auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II angewiesen zu sein.“
Der Blick in die Zahlen für die Städte und Gemeinden des Kreises zeigt, dass sich die Arbeitslosigkeit im Oktober örtlich sehr unterschiedlich entwickelt hat. In Gronau ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit -36 Personen absolut am stärksten zurückgegangen, gefolgt von Borken mit -34 und Vreden mit -18 Personen. In Gescher ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit +19 Personen am stärksten gestiegen und mit aktuell 324 Personen auf dem höchsten Stand seit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Jahr 2005. Auch in Reken (+13), Rhede (+11) und Bocholt (+9) ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen leicht gestiegen.
Gegenüber Oktober 2010 zählt das Jobcenter 416 langzeitarbeitslose Personen weniger. Hier hat die Stadt Borken mit -155 Personen absolut den stärksten Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen.
Die Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden heruntergebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Für das Kreisgebiet liegt diese Quote bei 1,9 Prozent. Die höchste Belastung weist die Stadt Bocholt mit 3 Prozent aus, gefolgt von Gescher und Gronau mit 2,8 Prozent. Die kleineren Gemeinden Heek, Legden, Schöppingen und Südlohn haben mit unter 1 Prozent die niedrigsten Quoten. Im Vergleich zum Vormonat September ist die Quote in Gescher mit 0,2 Prozent am stärksten gestiegen. Einen Rückgang um 0,2 Prozent zum Vormonat können Gronau, Heiden und Isselburg verzeichnen.



























