Kalle Zeh freut sich, dass er in diesem Jahr die Ehre hat, Bürgermeister in der Raesfelder Freiheit zu sein.

Er löst mit seinem Amt Michael Bettels ab und wird das ganze Jahr über die Freiheiter Bürger repräsentieren. Dazu gehöre unter anderem, so erzählt Zeh, dass er alle Geburtstagskinder ab 75 Jahre persönlich besuchen und gratulieren wird.

Bereits im Vorfeld durfte Zeh zu diesem Nachbarschaftsfest seine Runde machen und rund 100 Anwohner persönlich einladen.

Neuer und alter Bürgermeister der Raesfelder Freiheit
Neuer und alter Bürgermeister der Raesfelder Freiheit: Michael Bettles mit Sohn David und Ehefrau Brigitte sowie der amtierende Bürgermeister Kalle Zeh (v. r.).

Die Wahlen waren bereits vor zwei Wochen, gefeiert wurde aber mit allen Bewohnern der Schlossfreiheit kräftig am Samstagnachtnachmittag und am Abend unter der Remise des Freiheiter Hofes.

Spiele für den Nachwuchs

Bereits am Nachmittag trafen sich die Frauen zu einem gemütlichen und traditionellen Beisammensein mit Kaffeetrinken. Erstmalig sorgte Zeh dafür, dass auch Kinder an diesem Fest teilnehmen konnten. Er organisierte eigens dafür eine Hüpfburg, dass Spielemobil vom OMR war da, sowie eine Buttonmaschine. „Ich habe den Versuch mit dem Nachwuchs gestartet, weil ich denke, dass zu einer Nachbarschaft auch die Kinder dazugehören, denn sie sind ja unsere Zukunft“, so Zeh.

Geschichten aus der Nachbarschaft

Zeh kommt gebürtig aus Rhade und lebt seit 27 Jahren in Raesfeld. Dass er trotz dieser langen Zeit noch neue Geschichten und Dönnekes aus seiner Nachbarschaft hört, hätte er selber nicht gedacht. „Heute habe ich die älteste Freiheiter Bürgerin, Elisabeth Höing (92 J.), kennengelernt. Obwohl wir so dicht beieinander wohnen, habe ich viele neue Geschichten über die Freiheit erfahren“, erzählt Zeh.

Herr Bürgermeister

Zeh wird jetzt ein Jahr lang die Freiheit repräsentieren. Dies sieht er gelassen. Auch, dass er mit Herr Bürgermeister angesprochen wird, lässt ihn schmunzeln. „Kalle reicht“, meint er, aber die Freude bei dieser Anrede ist ihm im Gesicht geschrieben.

Laut Bücher gibt es die Freiheiter Nachbarschaft seit 1841. Zu dem jährlichen Fest werden auch ehemalige Bürger, die mittlerweile verzogen sind unter dem Motto „Einmal Freiheiter, immer Freiheiter“ eingeladen. Diese alte Tradition belebe, so der ehemalige Freiheiter Bürgermeister Michael Bettels, den Zusammenhalt in der Nachbarschaft und wird deshalb auch gebührend gefeiert.

Petra Bosse

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