Kliniken im Münsterland sollen Million zurückzahlen

(pd). Die Erstversorgung für Patienten mit Schlaganfall im Borkener Klinikum (Stroke Unit) ist in Gefahr. Die speziell eingerichtete Intensivstation erhält eine erhöhte Vergütung. Für eine Weiterverlegung in die neurochirurgische Spezialklinik in Münster galt bislang eine Höchstdauer von 30 Minuten.

Patienten mussten diese also mit dem Rettungswagen oder dem Hubschrauber in 30 Minuten erreichen. Das Bundessozialgericht hat nun in einem Urteil entschieden, dass die dreißigminütige Übergabe-Frist bereits mit der Entscheidung zur Verlegung beginnt. Der Klinik in Borken drohen Rückforderungen in Millionenhöhe und der Wegfall der Finanzierung. Eine Erstversorgung für Schlaganfälle im Kreis Borken wäre nicht mehr möglich.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte hat die Entscheidung mit Schrecken zur Kenntnis genommen. Sie hat kein Verständnis für diese Entscheidung. „Die Menschen im ländlichen Raum haben genauso ein Recht auf eine gute Erstversorgung bei Schlaganfall, wie Menschen in der Stadt.“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat erklärt einen Weg zu finden, die Rückforderungen zu verhindern. Ursula Schulte fordert: „Herr Laumann muss seinen Worten Taten folgen lassen. Als Erstes sind die Zahlungsforderungen der Krankenkassen bis auf weiteres zu stoppen.“

 

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