Leserbrief zu „Rettet Aelkes-Hof“ von Thomas Emmert aus Raesfeld

Jetzt ist es aber gut!

Jetzt haben sich, fast alle, zu dem Thema geäußert. Herr Nießing hat sich, mal wieder, wie ich meine völlig überzogen zum Thema „ausgekotzt“ und Herrn Tünte sei Dank hat er eine inhaltlich völlig zutreffende Antwort darauf bekommen! Herr Tünte, ich bin zwar meistens nicht Ihrer Meinung, aber hierfür meinen Dank und Respekt!

Der entscheidende Fehler von Gemeinde und Politik wurde in dem Moment gemacht als man es geduldet hat, dass so ein wichtiges Gebäude an die Kirche verkauft werden konnte. Mit Vorkaufsrecht hätte man einsteigen und gestalten könne, so, wie es die Bürger wünschen. Hierbei geht es keineswegs „nur“ um eine historische Fassade, sondern wohl auch um Hotelbetten und eine Möglichkeit Familienfeste, Vereinsfeiern oder ähnliches begehen zu können.

Aber der Zug ist abgefahren und, wie es scheint, hat man daraus gelernt und an anderen Stellen, Wege gefunden, mehr Einfluss auf Gestaltung und Nutzung nehmen zu können.

Apropos Einfluss nehmen: Jetzt ist es an der Zeit, dass alle politischen Kräfte, die Gemeinde und die Bürgerinitiative alle taktischen Geplänkel aufgeben und gemeinsam versuchen, ihre, offensichtlich weitestgehend gleichen Interessen, beim Besitzer des Grundstücks (und des Gebäudes) zu vertreten.

Was sagt denn eigentlich die Kirchengemeinde zu den Wünschen der Bürger! Will sie, die wir Steuerzahler ja weitestgehend mitfinanzieren, darauf eingehen! Nimmt sie Rücksicht auf das Bedürfnis, mindestens eine Fassade möge doch bitte wiedererkennbar an den alten Aelkes-Hof erinnern? Wird sie zulassen und fördern, dass Bürgerinnen und Vereine Räumlichkeiten zum Feiern, und für andere Veranstaltungen nutzen können. Mit einer Allianz der o.g. Gruppen sollte es doch wohl möglich sein, so viel Einfluss zu nehmen, dass auch die Kirche erkennt, dass dieser Platz zu schade für ein Funktionsgebäude mit Büros und ein repräsentatives Pastoren Domizil ist.

Offensichtlich wünschen sich die Raesfelder an dieser Stelle auch einen „Aelkes-Ersatz“. Und bitte verschont uns mit Gestöhne, das Geld würde nicht reichen und wir Bürger müssten ins private Säckel greifen! Wir bezahlen das ganze sowieso schon – irgendwie!

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