Langzeitarbeitslose im Monat Oktober zurückgegangen!“

Neuer Landrat des Kreises Borken, Dr. Kai Zwicker, erfreut: „Kreisweit ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Monat Oktober zurückgegangen!“
5.807 Personen werden vom „Service-Punkt ARBEIT“ betreut

Kreis Borken (pd). Im Oktober dieses Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (gemäß Sozialgesetzbuch/SGB II) kreisweit um 35 Personen zurückgegangen: Gegenüber dem Vormonat sank sie damit auf 5.807. Das meldet jetzt der „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“. Die Arbeitslosenquote an allen zivilen Erwerbspersonen blieb im Kreis Borken auf dem Niveau von 3 Prozent. Die absolute Zahl der Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten, stieg in diesem Monat in geringem Maße an und liegt derzeit bei insgesamt 19.703 Personen, die in 9.026 Bedarfsgemeinschaften leben. Die nicht immer gleichgerichtete Entwicklung der Zahl der Leistungsempfänger und der Arbeitslosen rührt daher, dass nicht alle erwerbsfähigen Hilfeempfänger als arbeitslos im Sinne der Arbeitslosenstatistik gelten.
Für den neuen Landrat des Kreises Borken, Dr. Kai Zwicker, ist der erneute Rückgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen ein Lichtblick: „Ich freue mich, dass es in den letzten Monaten trotz der Wirtschaftskrise keinen weiteren Anstieg gegeben hat und sich im Oktober wie vorher schon im September die Arbeitslosenzahlen sogar verringert haben. Unser ‚Service-Punkt ARBEIT‘ wird auch weiterhin alles daransetzen, um in den kommenden Monaten dem befürchteten Anstieg der Arbeitslosenzahlen entgegenzuwirken.“ Außerordentlich positiv bewertet Dr. Kai Zwicker in diesem Zusammenhang die Festlegung im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung, die Optionskommunen unbefristet weiterarbeiten zu lassen. Im Regelfall werden in Deutschland die Leistungen nach dem SGB II durch Arbeitsgemeinschaften aus Agenturen für Arbeit und Kommunen in sogenannten Jobcentern umgesetzt. Die bundesweit 69 Optionskommunen, darunter der Kreis Borken, führen hingegen die Aufgabe im Rahmen einer gesetzlichen Experimentierklausel seit fünf Jahren in alleiniger Verantwortung durch – „und das bei uns im Kreis sehr erfolgreich“, betont Dr. Zwicker. Da der Koalitionsvertrag jedoch keine unmittelbare rechtliche Wirkung hat, erwartet der Landrat, dass die neue Regierung nun rasch die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen schafft, um langfristig über 2010 hinaus planen zu können.
In den Städten und Gemeinden des Kreisgebiets bewegen sich die Veränderungen gegenüber dem Vormonat zwischen -35 und +13 Personen. In Gronau ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit -35 am stärksten zurückgegangen, gefolgt von Bocholt mit -16 und Isselburg mit -8 Personen. In Ahaus ist dagegen die absolute Zahl mit +13 Personen in diesem Monat am deutlichsten gestiegen, gefolgt von Vreden mit +11 und Raesfeld und Rhede mit +5 Personen.
Gegenüber Oktober 2008 haben sich die Gemeindezahlen deutlicher verändert. Bocholt zählt 135 langzeitarbeitslose Personen mehr. Ahaus folgt mit +127 Personen und Gronau mit +51 Personen. Auch in Borken und Gescher ist die Zahl mit +46 bzw. +32 Personen verhältnismäßig stark angestiegen. In Isselburg, Reken, Rhede, Schöppingen, Südlohn und Velen ist dagegen auch im Jahresvergleich die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen um 3 bis 28 Personen zurückgegangen. Im gesamten Kreisgebiet ist die Zahl im Jahresvergleich um 382 Personen angestiegen.
Die Arbeitslosenquote von 3 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.
Nach dieser Berechnungsmethode liegt die Arbeitslosenquote für das Kreisgebiet wie bereits in den letzten vier Monaten bei 2,4 Prozent und ist im vergangenen Jahr um knapp 0,2 Prozentpunkte gestiegen. In Ahaus ist die Quote mit +0,5 Prozentpunkten am stärksten gestiegen, gefolgt von Bocholt und Gescher mit je +0,3 Prozentpunkten. In Schöppingen ist die Quote um 0,4 und in Reken und Rhede um 0,2 Prozentpunkte gefallen. Heek, Schöppingen, Südlohn und Legden weisen mit unter 1 Prozent den niedrigsten Anteil an arbeitslosen Grundsicherungsempfängern aus. Die höchste Quote haben die Städte Bocholt und Gronau mit 3,4 Prozent, gefolgt von Borken mit 3 Prozent. Unter den vier großen Städten im Kreis hat Ahaus trotz des deutlichen Anstiegs gegenüber dem Vorjahr mit aktuellen 1,9 Prozent eine sehr niedrige Quote.