Afrikanische Schweinepest: Krisenstab des Kreises Borken befasste sich mit Ausbruchsszenario.

Auch Vertreter der Landwirtschaft, der Kreisjägerschaft, der Kommunen und der Polizei nahmen an der Übung teil

Kreis Borken (pd). Die drohende Afrikanische Schweinepest war für Landrat Dr. Kai Zwicker jetzt Anlass, eine entsprechende Krisenstabsübung durchzuführen. Der Leiter des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken, Dr. Albert Groeneveld, hatte dazu gemeinsam mit Kreis-Ordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow das Szenario eines Seuchenausbruchs entwickelt.

Teilnehmer

Damit hatten sich dann die Teilnehmer der Übung auseinanderzusetzen. Neben Fachleuten aus verschiedenen Bereichen der Kreisverwaltung mit dem Landrat an der Spitze waren Raesfelds Bürgermeister Andreas Grotendorst als Vertreter der Kommunen, Jörg Sümpelmann als Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Dr. Ulrike Janßen-Tapken von der Landwirtschaftskammer Borken, Roland Schulte als Vorsitzender der Kreisjägerschaft, Kreisbrandmeister Johannes Thesing sowie Mitarbeiter der Polizei beteiligt.Schweinepest kreis Borken

„Im Falle eines Ausbruchs dieser Tierseuche im Kreisgebiet ist der Kreis Borken federführend für die Bekämpfung zuständig“, erklärte Landrat Dr. Zwicker zu Beginn der Übung. Er verwies darauf, dass die Afrikanische Schweinepest schon seit Jahren in weiten Teilen Osteuropas grassiere. Allerdings sei nun vor einigen Monaten bei verendeten Wildschweinen in Belgien das Virus nachgewiesen worden.

Gefahr ist groß

Die Gefahr eines Übergreifens auf hiesige Wildschweinbestände sei damit sehr groß geworden. „Die Fachleute rechnen zwar nicht mit einer Infizierung des hiesigen Hausschweinbestandes“, erläuterte Kreisveterinär Dr. Groeneveld. Dennoch habe allein schon der Nachweis des Virus bei Wildschweinen im Kreisgebiet gravierende Auswirkungen auf die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe, in denen mehr als 1 Million Schweine gehalten werden. Für sie würden dann erhebliche Transportbeschränkungen gelten. Zudem entstünden massive Vermarktungsprobleme. „Für Menschen hingegen ist das Virus ungefährlich“, betonte Dr. Groeneveld. Auch für andere Tiere bestehe keine Ansteckungsgefahr.

Weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest hat der Kreis Borken im Internet bereitgestellt unter https://kreis-borken.de/AfrikanischeSchweinepest.

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