Überwiegend friedlich und fröhlich haben die Karnevalisten am vergangenen Wochenende im Kreis Borken gefeiert.

Kreis Borken(ots). Dennoch gab es im Straßenkarneval und in Feiern immer wieder einige Jecken, die im negativen Sinne über die Strenge schlugen.

Das schlug sich in der Bilanz der Kreispolizeibehörde Borken nieder: 130 Einsätze mit Bezug zum Karneval forderten die Beamtinnen und Beamten. Allein die Platzverweise schlugen dabei zahlenmäßig deutlich zu Buche: Sie waren 43 Mal erforderlich, um vor Ort eine Situation zu beruhigen.

In 33 Fällen endete am zurückliegenden Wochenende das Karnevalstreiben für einen Betroffenen dabei im polizeilichen Gewahrsam. Leider wurde eben nicht nur fröhlich gefeiert – mitunter eskalierten Streitigkeiten in körperliche Auseinandersetzungen: Das kam am Wochenende insgesamt 29 Mal vor.

Ein Blick auf die Zahlen in den Karnevalshochburgen: Karnevalssamstag: – Südlohn: Circa 3.700 Besucher säumten die Wegstrecke des närrischen Lindwurms. Polizeibeamte sahen sich gezwungen, in acht Fällen einen Platzverweis zu erteilen. Fünf Mal kam es Körperverletzungen, ein Fall einer sexuellen Belästigung wurde angezeigt.

– Reken: Etwa 2.700 Närrinnen und Narren erlebten den Umzug mit. Wie berichtet, leistete ein 19 Jahre alter Randalierer gegen Polizeibeamte erheblichen Widerstand und versuchte, diese zu verletzen. Bei 48 Einsätzen in Reken kam es am Karnevalssamstag zu 21 Platzverweisen und zwölf Ingewahrsamnahmen.

Karnevalssonntag: – Rhede: Die Witterung hatte die Verantwortlichen die Zugstrecke verkürzen lassen; etwa 3.000 Zuschauer sahen dem bunten Spektakel zu. Unter den 27 Einsätzen der Polizei schlugen acht Ingewahrsamnahmen deutlich zu Buche. In einem Fall hatte ein stark alkoholisierter 22 Jahre alter Rheder einen Rettungssanitäter angegriffen.

Weil sie ihre Notdurft in der Öffentlichkeit verrichteten, erhielten zehn „Wildpinkler“ eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.

– Gronau: Auf den traditionellen Straßenkarneval mussten die Jecken in Gronau angesichts der unsicheren Witterungslage verzichten. Mehrere hundert Karnevalisten versammelten sich gleichwohl vor dem Rathaus und trotzten dem Wetter. Polizeibeamte erteilten zwölf negativ auffallenden Feiernden einen Platzverweis, in elf Fällen nahmen die Beamten Anzeigen wegen Körperverletzungen auf. Für vier Personen endete der Karnevalssonntag im Gewahrsam der Polizei. Bei acht Unfällen – außerhalb des Straßenverkehrs – waren Alkohol oder Drogen im Spiel.

– Schöppingen: Circa 6.000 Teilnehmer ließen sich den Spaß am Karneval vom ungemütlichen Wetter nicht verderben – sie hatten sich an der verkürzten Wegstrecke des Umzuges eingefunden. Die Jecken feierten ausgesprochen friedlich: Lediglich zwei Platzverweise und eine Ingewahrsamnahme waren durch die Polizei erforderlich.

Keine Alkoholverstöße

Ein besonderes Augenmerk richteten die Polizeibeamtinnen und -beamten am Karnevalswochenende auch auf die Verkehrsteilnehmer. Sie überprüften insgesamt 121 Fahrzeugführer. Erfreuliche Bilanz: Sie mussten keine Alkoholverstöße registrieren – ein Trend, der sich aus polizeilicher Sicht gern fortsetzen darf.

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