von Petra Bosse

Andreas Grotendorst hat sich entschlossen, nicht mehr bei der Kommunalwahl 2020 zu kandidieren.

Sicherlich ein Entschluss, den sich der Kommunalpolitiker nicht leicht gemacht hat. Immerhin hat er als Kapitän sein Schiff, die Gemeinde Raesfeld, als Nachfolger von Udo Rößing bis heute zehn Jahre durch mehr oder weniger stürmische Zeiten gebracht, nachdem er 2009 in die großen Fußstapfen von Udo Rößing getreten ist.

Eng verbunden mit seinem Dorf, mit den Menschen in der Gemeinde und seinen Traditionen, zeigte er den eisernen Willen, die Spuren von seinem Vorgänger Rößing nicht zu verändern, sondern zu erhalten und auszubauen nach dem Konzept: bescheiden, intelligent und pragmatisch.

So wurde jedes Projekt vorher dahin abgeklopft, ob es dafür eventuell Fördergelder oder einen besseren und billigeren Weg geben könnte. Keine leichte Aufgabe in Zeiten, wo viele andere Kommune doch eher rote, als schwarze Zahlen schreiben.

Trotz Flüchtlingskrise und knapper Kassen vielerorts, verfolgte Grotendorst seine gesteckten Ziele: Gewerbeflächen, Baugrundstücke und Wohnraum für junge Familien zu schaffen sowie Glasfaser, auch in den Außenbereichen zu verlegen. Hier gehört die Gemeinde Raesfeld übrings sogar zu den ersten in der Region, die mit einer schnellen Leitung ausgestattet wurde.

All das ist ihm gelungen – mit der Region und für die Region neue Dinge zu planen und zu entwickeln. Kein Wunder, denn Grotendorst ist und bleibt auch weiterhin ein Landkind. Er wird Raesfeld nicht verlassen und bleibt den Dörfler erhalten.

Noch ein Jahr, dann muss ein neuer Bürgermeister her. Einer der auch die großen anstehenden Projekte weiterführen kann, denn der Ort steckt mitten in der Dorferneuerung. Das könnte möglicherweise potenzielle Kandidaten abschrecken und was dann kommt, könnte vergleichbar mit der freien Schulleiterstelle in Erle sein. Keiner will es machen.

Bis dahin ist es aber noch ein Jahr hin und es stehen einige große Feste an, die wir alle gemeinsam mit unserem Bürgermeister feiern können. Und auch sein Bruder Ewald darf noch als König von Erle beim 125- jährigen Jubiläum des Erler Bürgerschützenvereins mit ihm als Bürgermeister in der Kutsche fahren.

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