Kindern aus suchtbelasteten Familien Halt geben – Der Kreis Borken ruft zum Ideenwettbewerb auf

Der Kreis Borken ruft zum Ideenwettbewerb auf / Bewerbungen sind bis zum 15. April möglich

Kreis Borken (pd). Kinder aus suchtbelasteten Familien haben im Gegensatz zu Kindern in stabilen Familienverhältnissen ein stark erhöhtes Risiko, selbst suchtkrank zu werden. Deshalb rückt der Kreis Borken diese Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt eines Ideenwettbewerbs. Im Rahmen der Kampagne „Vollrausch… ohne mich!“ sind Anbieter der Sucht-, Jugend- oder Gesundheitshilfe aus dem gesamten Kreisgebiet dazu eingeladen, Vorschläge für Projekte zu entwickeln, mit denen sich diese Kinder und Jugendlichen stärken lassen. Die besten fünf Beiträge werden mit jeweils 2.500 Euro unterstützt. Einsendeschluss für die Ideenkonzepte ist der 15. April 2011. Die Umsetzung der ausgewählten Projekte soll dann schon am 3. Mai beginnen.

Im Jahr 2006 hat der Kreis Borken die Kampagne „Vollrausch … ohne mich!“ gestartet, einstimmig unterstützt vom Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Kreistages. Diplom-Sozialarbeiterin Reinhild Wantia aus dem Fachbereich Gesundheit der Kreisverwaltung: „Wir möchten die Suchtvorbeugung mit unserer Kampagne auch auf besondere Risiken ausrichten.“ Neben den Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien werde daher auch das Beratungsangebot „KaterTalk“ für Jugendliche nach Krankenhausentgiftung intensiviert.

Die vielfältigen Ansätze der Kampagne „Vollrausch… ohne mich!“ wurden durch die Bundesregierung mit einem Sonderpreis für vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention ausgezeichnet. Dieses Preisgeld setzt der Kreis Borken in dem jetzt gestarteten Ideenwettbewerb ein.

Damit sollen Angebote für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien initiiert und entwickelt werden.

„Für die Risikogruppe der Kinder aus suchtbelasteten Familien ist es besonders wichtig, Zuverlässigkeit, Akzeptanz und Bestätigung zu erfahren“, so Wantia. Weiteres Ziel ist es, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und sie für die Bedürfnisse ihrer Kinder zu sensibilisieren. Ganz besonders begrüßen würde der Kreis Borken auch örtlich vernetzte Ideen für diese Kinder und Jugendlichen – beispielsweise zwischen Jugendhaus und Kreuzbund oder Suchtberatung und Erziehungshilfe.

Das Team der Kampagne „Vollrausch… ohne mich!“, das sind Regina Kasteleiner und Reinhild Wantia, wird die ausgewählten Teilnehmer bei der Umsetzung ihrer Projekte begleiten. Die Teilnahmebedingungen und weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es im Fachbereich Gesundheit des Kreises unter Tel.: 02861/82 1154 sowie im Internet unter www.vollrausch-ohne-mich.de.