REKEN. Zehn Jahre Rekener Karneval. „Leinen los“ hieß es pünktlich um 11.11 Uhr beim Karnevalsumzug des R. K. V. in der Rekener Ortsmitte.

Nieselregen und gerade mal schlappe zwei Grad hatten, bei den Jecken sowie bei den Besuchern am Straßenrand, keine Auswirkung auf die fröhlich, feuchte Stimmung. Politisch weniger, dafür laut und bunt, so schlängelte sich der Wurm durch die Ortsmitte.

 

Bedingt durch die großen Motto-Wagen, wie den vom SC-Reken auf Kaperfahrt, die Kolonne Wahnsinn oder die Super Marios mit dem Motto „das wir aus Reken sind“, kamen diese kaum um die Kurven und der Zug eher zögerlich.

Den zwischenzeitlichen Stillstand nutzen besonders junge Gruppen, um auf der Stelle zu tanzen und Party zu machen.

Prinezenpaar war begeistert

Gut gelaunt zeigte sich das Prinzenpaar David I. und Janine I., die von ihrem Boot händeweise Kamellen auf die Besucher am Straßenrand warfen. „Es ist wahnsinnig schön hier oben und ich wunder mich, viele Leute hier am Zug sind, trotz der frühen Uhrzeit. Es ist richtig cool, alle Leute von hier oben aus zu sehen und jedem Kind Bonbons zu geben“, freute sich die Prinzessin.

 Kamellen und Glasflaschen

Nicht geizig zeigten sich auch die anderen Zugteilnehmer hinsichtlich Süßigkeiten. Allerdings blieben viele Kamellen unbeachtet am Boden liegen. Ein Grund dafür war: „Die Bonbons kleben fürchterlich bei diesem nassen Wetter, sodass man diese gar nicht erst anfassen möchte. Und außerdem sind Bonbons zum Werfen nicht geeignet, da sie viel zu hart sind und den kleinen Kindern wehtun, wenn sie davon getroffen werden“, sagten unisono Jennifer und Vera Uhlig.

Sie verfolgten mit ihren fünfjährigen Kindern das Geschehen und freuten sich, als es dann doch zwischendurch kleine, weiche Gummibärchen – Tüten vom alten Feuerwehrwagen regneten.

Was die Lautstärke der Musik anbelangte, so zeigten sich die Mütter in der Familienzone zufrieden. „Es ist nicht mehr so laut“, fanden sie.
Völlig unter gingen die wenigen Fußgruppen zwischen den großen Schleppern. Gefährliche Wurfgeschosse waren auch die vielen kleinen Miniatur-Schnapsflaschen, die zwischenzeitlich durch die Luft flogen.

Viel Glas auf der Erde sorgte deshalb in einigen Bereich des Umzuges für Besorgnis bei vielen Eltern. „Pass auf, da liegt Glas“, riefen sie zeitweilig, besonders am Ilex-Platz ihrem Nachwuchs zu.

Alkohol sei, so ein NRW-Polizeibeamter, auch diesmal ein großes Thema.

Viele junge Leute hätten sich schon vor dem Umzug völlig „abgeschossen, sagte der Beamte. Im Einsatz waren bei diesem kleinen Umzug zwischen 30 und 40 Polizeibeamte von der Polizei-NRW und dem Kreis Borken, sowie private Securitys als Zugbegleiter.

Petra Bosse

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