Ann Catherine Timpert (16) kann es auch heute kaum fassen. Sie hat beim Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ in Greven in der Kategorie Musical den ersten Platz belegt.

Damit qualifizierte sie sich für den Landeswettbewerb, der im März in Wuppertal stattfindet. 

Die Schülerin des St.-Ursula-Gymnasiums Dorsten startete in der Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen. Mit ihrer Präsentation zum Thema „Träume“, das Gesang, Schauspiel und Tanz beinhaltete, überzeugte sie die Jury. Ihre Gesangslehrerin Katrin Block-Koloß aus Marl begleitete sie auf dem Klavier.

Dabei hatte sich die Gymnasialschülerin eigentlich spontan im November in Heek angemeldet – eigentlich nur um zu singen. „Es ist eigentlich wie eine Casting-Show, und ich wollte schauen, was die anderen Leute sagen“, erinnert sich Ann Catherine.

Nervös

Dass sie dann als „Lückenfüller“ nach Greven umgeleitet wurde, machte die Erlerin dann im Vorfeld ein wenig nervös. Denn dort musste sie ein komplettes Programm von bis 20 Minuten vorstellen. Verlangt wurde von ihr als Gesamteinheit ein selbstgeschriebenes Musical mit Gesang, Tanz und Schauspiel.

Schon als Dreijährige begann sie,  Geige zu spielen. „Ich denke, ich habe mein musikalisches Talent von meiner Mutter geerbt. Sie ist Musiklehrerin und Pädagogin“ erzählt die Preisträgerin und lacht. Allerdings, so die Gymnasiastin rückblickend,  sei sie doch etwas zu faul gewesen, um das Geigenspiele zu intensivieren. Stimmlich sei sie immer schon gut gewesen. Im Alter von 15 Jahren baute sie nach ihrem „Stimmbruch“ ihr gesangliches Talent aus und nahm privaten Gesangsunterricht in Dorsten.

Regionalwettbewerb

Knapp ein Jahr später hatte sie damit Erfolg beim Regionalwettbewerb, sowohl mit ihrer Choreografie, ihrer Stimme und ihrer musikalischen Begleitung auf der Ukulele. Sie schrieb ihr Drehbuch für diesen Auftritt komplett selber unter dem Titel „Mein Traum“, untermalt mit Musik unter anderem aus „La La Land“ und „Les Miserables“.
Der Start beim Wettbewerb in Greven war alles andere als entspannt. „Es waren noch weitere fünf Mädchen in meiner Gruppe und ich war richtig nervös. Zum einen singe ich noch nicht lange, und zum anderen spürte ich, dass die Mitbewerber sehr ehrgeizig waren und sich viele Punkte holen wollten um weiter zukommen“.

Mutter und Tochter sind ein gutes Team

Pannen und Patzer

Erschwerend dazu kam, dass die Musiklehrerin und musikalische Begleitung auf dem Klavier die falschen Noten eingepackt hatte. Deshalb musste ein Teil der Musik vom Handy abgespielt werden. Und: Vor Aufregung drückte die Mutter zu früh den Playback-Knopf für das Tanzlied. Heute schmunzelt Schülerin über diese Pannen. „Ich habe einfach mein Ding weitergemacht und versucht, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen“.

Auch wenn sie sich dann noch einen kleinen Patzer auf der Ukulele leistete, fand sie am Ende, dass technisch alles soweit in Ordnung war. „Aber eigentlich habe ich im Vorfeld nicht erwartet, dass ich weiterkomme“.

Lebenserfahrungen sammeln

Erst am späten Abend wurden die Ergebnisse im Internet bekannt gegeben. „Ich konnte meinen Augen kaum trauen und war überrascht, als ich dann das Ergebnis, 23 von 25 Punkten, sah. Damit lag ich auf den ersten Platz“, so Ann Catherine heute. Mit diesem Ergebnis sicherte sie sich die Teilnahme beim Landeswettbewerb. „Da gehe ich aber nun viel entspannter an die Sache ran, denn ich habe keinen Druck, weil ich nicht Musik studieren möchte, sondern ich möchte einfach nur für Erfahrungen sammeln“, gesteht die 16-jährige Schülerin des St. Ursula Gymnasiums in Dorsten.

Nach der Schule möchte sie Medizin studieren. „Ich bin noch jung, und möchte Lebenserfahrungen sammeln um dadurch auch mehr aus mich heraus zukommen, denn eigentlich ich bin ein wenig schüchtern“, gesteht sie. Dennoch gegen einen guten Mittelfeld-Platz habe sie nichts einzuwenden. „Mal schauen was die Zukunft bringt und Musik wird immer mein Hobby bleiben“. Petra Bosse

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