Lucia Deiters ist die neue JOP Koordinatorin der Alexanderschule.

Ein Gemeinschaftsprojekt, das vom Rotary-Club Lippe-Issel, dem Raesfelder Jugendwerk, der Bürgerstiftung und der Gemeinde getragen wird.
Die Abkürzung JOP steht für Jugend-Orientierungs-Praktika. Es umfasst ein großes Spektrum an Leistungen und soll zukünftig eine Brücke zwischen Schule und der heimischen Arbeitswelt, konzentriert auf Raesfeld und Erle, sein.

Lucia Deiters (mitte) ist die neue JOP-Koordinatorin. Unterstützung gibt es von Hans-Dieter Strothmann (Jugendwerk), Matthias Stroetmann (Schulleiter), Helmut Ackmann (Rotarier), Bürgermeister Andreas Grotendorst, Uli Cluse und Claudia Wiemer (Gemeinde).Fotos: Gemeinde Raesfeld

Für viele Schulabgänger der Alexanderschule steht auch in diesem Jahr wieder der Eintritt in die Berufswelt an. „Zwar sind alle aus dem Realschulzweig unter, aber bei den Hauptschulabgängern stehen noch zehn Leute vor der Frage, was sie nach ihrem Schulabschluss machen“, sagt Schulleiter Matthias Stroetmann.

Richtung finden

Insgesamt fünf Abgänger haben bereits eine Lehrstelle gefunden, zehn gehen zu einer weiterführenden Schule. Bei den restlichen zehn Leuten soll nun geschaut werden, wo sie unter kommen können. Natürlich wäre es schön, wenn diese einen Ausbildungsplatz in heimischen Handwerksbetrieben finden, denn nicht nur deutschlandweit beklagen Handwerksbetriebe einen Mangel an Auszubildende. „Häufig fehle auch einfach nur der persönliche Anschub bei den Jugendlichen in die richtige Richtung“, so Stroetmann.

Lucia Deiters  vermittelt zwischen Arbeitgeber und Schüler 

Helmut Ackmann, Präsident des Rotary Clubs Lippe-Issel und Geschäftsführer von“ Hetkamp Einrichtung und Mode“ sieht die Zukunft, mit Blick auf Auszubildende in Handwerksbetrieben, als gefährdet an. „Immer mehr Schülerinnen und Schüler gehen nach ihrem Schulabschluss in eine andere Stadt. Fazit: Hiesige Handwerksbetriebe bekommen keine Auszubildende mehr für die Betriebe“, so Ackmann.

Ein Problem, was uns nicht heute, sondern morgen überholt

Zitat: Helmut Ackmann

Die Firma Hetkamp sei selber erstmalig selber davon betroffen. „Im letzten Jahr konnten wir keinen Auszubildenden für unsere Tischlerei finden. Dies ist ein Problem, was uns nicht heute, sondern morgen überholt und wir wissen, dass es jetzt schon fünf nach zwölf ist“, betont Ackmann, der mit dem neuen „JOP“-Projekt nun gemeinsam  allen Beteiligten diesem entgegenwirken möchte.

Schule und Arbeitswelt miteinander verbinden

Hier das soll genau der Aufgabenbereich von Lucia Deiters sein. Sie soll nun Schule und Arbeitswelt miteinander verbinden, die Jugendlichen auf ihren Weg in die Arbeitswelt unterstützen und Kontakte knüpfen. Wie zum Beispiel die Unterstützung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz oder das „Speeddating“ bei der Stellensuche. „Es gibt einige Jugendliche, die nach einem ersten Kontakt mit einem Betrieb sich einfach nicht trauten, den zweiten Schritt zu wagen. Hierbei möchten wir unterstützen“, so Uli Cluse, Sozialarbeiter.

Ausbildungsmöglichkeiten in der Gemeinde

Ausgerichtet sind die Orientierungs-Praktika für Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen. Lucia Deiters wird Ansprechpartnerin für Schüler und Betriebe sein, Kontakte vermitteln und auf die vielen Ausbildungsmöglichen, alleine in der Gemeinde Raesfeld, den Schulabgängern näherbringen.

Ein Flyer für Firmen mit Kontaktdaten von Lucia Deiters wird derzeit erstellt. Darüber hinaus wird die JOP-Coordinatorin jeden Donnerstagvormittag in der Schule sein. Hier können sich dann Schüler und Firmen in einem persönlichen Gespräch direkt an sie wenden.

Persönlicher Kontakt

Außerdem soll zukünftig der persönliche Kontakt per WhatsApp es ermöglichen, dass Schüler mit ihr Kontakt aufnehmen können.
Das Projekt läuft erst einmal für drei Jahre und soll nicht nur den Schulabgängern helfen, eine qualifizierte und zukunftsträchtige Ausbildung vor Ort zu finden, sondern auch die heimische Wirtschaft zu stärken.

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