Pflegewerkstatt der Caritas Pflege & Gesundheit beteiligt sich mit St.-Marien-Hospital Borken an Modellprojekt / Aktionswoche: Samstag die Tagespflege in Gescher und Velen erleben

Kreis Borken/Gescher/Velen (cpg-press). Die Einführung „Diagnosebezogener Fallgruppen“ (G-DRG’s heißt German Diagnosis Related Groups) und die dadurch gesenkten Verweildauern im Krankenhaus stellen pflegende Angehörige häufig vor ein großes Problem. In kürzester Zeit müssen Angehörige von pflegebedürftigen Patienten Entscheidungen über die poststationäre Versorgung treffen und die Pflege zuhause organisieren. Ist die Versorgung nicht ausreichend gewährleistet, so kann es im häuslichen Umfeld zu Krisen kommen. Eine Wiedereinweisung ins Krankenhaus oder eine Einweisung in eine Pflegeeinrichtung sind häufige Folgen.

Am kommenden Samstag, 15. Oktober, können pflegende Angehörige zudem Einblick in Gescher und Velen einen Einblick in die Tagespflege nehmen.

Das Modellprogramm „Familiale Pflege unter den Bedingungen der G-DRG´s – neue Herausforderungen im Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Pflege“ dient der Unterstützung und Kompetenzförderung von pflegenden Familien im Übergang vom Krankenhaus in die familiäre Versorgung. Um einen optimalen Übergang zu ermöglichen, sind die Entwicklung und der Aufbau flächendeckender und kontinuierlicher Unterstützungsleistungen für pflegende Familien wichtig. Durch Schulung und Beratung wird die Pflege und Betreuung erleichtert und pflegebedingte, körperliche und seelische Belastungen vermindert.

Die Pflegewerkstatt der Caritas Pflege & Gesundheit nimmt in Kooperation mit der Universität Bielefeld und dem St.-Marien-Hospital Borken an dem Modellprogramm teil. Gefördert wird es durch die AOK, richtet sich aber an Patienten aller Kassen.

Neben individuellen Pflegetrainings und Familienberatungsgesprächen für pflegende Angehörige bietet die Pflegewerkstatt Initialpflegekurse an. Solch ein Angebot soll pflegende Angehörige stärken und sie befähigen, Pflege individuell zu gestalten und Pflegenetzwerke im Umfeld der Familie zu entwickeln. Die Kurse erweitern das Leistungsspektrum von Krankenhäusern im Rahmen des Überleitungsmanagements.

An drei Vormittagen á vier Unterrichtstunden werden theoretische mit praktische Lerninhalte kombiniert.

Das Programm beinhaltet:

1. Tag

– „Anders als ich gedacht habe…“-  Veränderungen meiner Lebenssituation durch die Pflege

– Grundlagen von Pflegetechniken und Pflegetätigkeiten zum Thema Mobilisation und Transfer

2. Tag

– „Wie kann ich Pflege in meinen Alltag integrieren?“

– Umgang mit Stuhl- oder Harninkontinenz

– Unterstützung durch Aufbau eines Pflegenetzwerks

3. Tag

– „Wie kann es weitergehen?“ – Gestaltung der Pflegezukunft

– Bettlägerigkeit als besondere Belastung

– Dekubitusprophylaxe

Der Kurs ist für die Teilnehmer kostenfrei und wird in den Räumlichkeiten der Pflegewerkstatt im St.-Marien-Hospital Borken angeboten. Auch Interessierte, die keine pflegebedürftigen Angehörigen haben, können an den Kursen teilnehmen, berichtet der Caritasverband in seinem Pressedienst. Die genauen Termine werden noch bekanntgegeben.

Mitarbeiter der Pflegewerkstatt im Borkener Krankenhaus sind so zu erreichen:

montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr, Telefon 02861/945855;

zu allen anderen Zeiten: Telefon 02861-945810.

Foto:

Kurze Verweildauer im Krankenhaus – und dann? Der Initialpflegekurs der Caritas Pflege & Gesundheit bereitet pflegende Angehörige auf große Aufgaben vor.

Foto: Caritas

Hinweis:

Samstag: Pflegende Angehörige erleben die Tagespflege

Gescher/Velen (cpg-press). Am Samstag, 15. Oktober, endet die Caritas-Aktionswoche mit mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen. Von 10 bis 14 Uhr können pflegende angehörige die Tagespflege erleben. Dazu laden die Häuser St. Marien in Gescher, Marienstraße 12 (Telefon 02542/7696), und das Haus Ignatius in Velen, Am Kuhm 13 (Telefon 02563/1400), ein. Die Teilnahme ist kostenlos, teilt der Caritasverband Borken mit.

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