Fünfter Sieg beim Schnellschachturnier „Wappen von Raesfeld“

Raesfeld (pd). Zu Saisonbeginn lockt das Internationalen Schnellschachturnier „Wappen von Raesfeld“ alljährlich Schachgrößen von nah und fern nach Raesfeld.

Auch in diesem Jahr nutzten 59 Denksportler die Gelegenheit, ihre Form nach der Sommerpause zu testen, darunter ein Großmeister (GM), ein Internationale Meister (IM) und ein Fidemeister (FM).

Preisgeldgewinner mit dem Turnierleiter Klaus Rybarczyk (2. v.r.)
Preisgeldgewinner mit dem Turnierleiter Klaus Rybarczyk (2. v.r.)

Natürlich waren die drei Titelträger auch favorisiert bei der 23. Auflage des Internationalen Schnellschachturniers: der russische GM Andrey Orlov vom Düsseldorfer SK, sein Landsmann IM Mikhail Zaitsev vom Bochumer SV sowie der Fidemeister Serge Brittner aus Luxemburg (de Sprenger Echternach). Die Chance gegen solche Schachprofis anzutreten, motivieren Jahr für Jahr zahlreiche Denksportler zur Teilnahme am Raesfelder Turnier. Obwohl die Gewinnaussichten dabei als recht gering einzustufen sind, ist es in der Turnierhistorie schon mehreren Spielern aus Raesfeld und Umgebung gelungen, durch spektakuläre Erfolge gegen Großmeister oder IMs für Schlagzeilen zu sorgen. 

Gespielt wurden sieben Runden nach dem Schweizer System mit der Drei-Punkte-Regel. Insgesamt 18 Spieler(innen) des Veranstalters Turm Raesfeld/Erle waren aktiv dabei, die Turnierleitung übernahmen Klaus Rybarczyk und Manfred Grömping. 

Raesfelder fordern Großmeister

Den Wunsch, einen Großmeister herauszufordern, konnten sich in diesem Jahr gleich drei Spieler des Ausrichters erfüllen: Wolfgang Kadenbach, Fabian Hoffmann und Ralf Pollok trafen auf den russischen Großmeister Orlov, der ihnen jedoch keine Siegchance ließ. Mit Punkterfolgen gegen den luxemburger Fidemeister Brittner machten jedoch zwei Raesfelder Vereinskollegen, Felix Beckmann und Ralf Pollok, auf sich aufmerksam.      

Turniersieger wurde schließlich IM Mikhail Zaitsev, der damit mit dem bisherigen Rekordsieger, GM Andrey Orlov, gleichzog. Beide Stammgäste des Schnellschachturnies konnten bisher jeweils fünf Raesfelder Turniersiege für sich verbuchen.

Nur knapp verpasst hat der Schermbecker Dr. Emmanouil Spyrou (SVgg Hamm) einen Platz auf dem Siegertreppchen. Dr. Spyrou war 2015 der bisher einzige Sieger des Wappenturniers, der weder einen GM- oder einen IM-Titel besitzt. Nach der Buchholz-Feinwertung landete der Südlohner Klaudio Kolakovic knapp vor Spyrou auf dem 3. Platz

Insgesamt wurden 780 Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Neben den Hauptpreisen für die drei Erstplatzierten waren mehrere Ratingpreise für die DWZ-Gruppenbesten sowie Jugend- und Seniorenpreise ausgelobt worden. Besonders erfolgreich waren die Teilnehmer des Ausrichters Turm Raesfeld/Erle, die acht Ratingpreise gewinnen konnten.  

Ratingpreis bei Turnierpremiere

Für eine große Überraschung sorgte die Raesfelderin Karin Bone bei ihrer ersten Teilnahme an einem Schachturnier überhaupt. Die Hobbyspielerin erreichte 7 Punkte und gewann damit einen Ratingpreis, ebenso wie auch ihre beiden Töchter Franziska und Annalena.

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