Fragen an den Bürgermeisterkandidaten Andreas Overkämping aus Erle zur anstehenden Kommunalwahl am 13. September.

Andreas Overkämping (56 J.) ist neben Martin Tesing (CDU) und Elke Rybarczy (SPD) einer der drei Bürgermeisterkandidaten in Raesfeld. Warum möchter er Bürgermeister werden?

Dies ist eine der fünf weiteren Interview-Fragen, die wir Andreas Overkämping auf der „Plauderbank“ in seiner Scheune stellten.

Weitere Fragen an Andreas Overkämping

Kurze Biographie mit Bildungs- und Ausbildungsgang, berufliche Tätigkeiten, Hobbies, politische Erfahrungen

Ich wurde 1964 als Ältester von fünf Kindern der Eheleute Ewald Overkämping (Erle) und Hedwig Overkämping (geb. Beckmann Raesfeld) in Erle geboren. Ich ging in die Erler Grund- und Hauptschule. Anschließend zur Alexanderschule nach Raesfeld.

Ich machte eine landwirtschaftliche Ausbildung und erwarb den Titel staatlich geprüfter Landwirt auf der Höheren Landbauschule in Coesfeld.

1997 übernahm ich den elterlichen landwirtschaftlichen Bauernhof.

Ich bin mit meiner Frau, Rachel, verheiratet. Zusammen haben wir vier Kinder: zwei Mädchen und zwei Jungen.

Interessen und Hobbys

Meine persönlichen Interessen liegen in meiner Familie, in meiner Heimat und ich fahre gerne Motorrad, um die Gegend zu erkunden und nach dem Rechten zu schauen. Des Weiteren ist es für mich sehr interessant die Erfahrungen und Meinungen Außenstehender und Mitbürger über die aktuellen lokalen Gegebenheiten im Gespräch auszutauschen. Einmal im Monat spiele ich mit meinen Nachbarn Doppelkopf.

Was macht für Sie die Gemeinde lebens- und liebenswert?

Von Geburt an ist Raesfeld meine Heimat und hat deswegen eine ganz besondere Bedeutung in meinem Leben.

Die Gemeinde bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Besonders für Wanderer, Radfahrer und Naturinteressierte wird ein erholsames Erlebnis im Tiergarten ermöglicht. Neben den Wanderwegen und Trampelpfaden gibt es viele Aussichtspunkte um Felder und Tiere zu beobachten. Ich gönne mir gerne einen ruhigen Spaziergang und genieße die frische Waldluft, um dem hektischen Alltag zu entfliehen.

Angrenzend an dem Tiergarten liegt unser Wasserschloss. Die historischen Kulissen erzeugen ein abenteuerliches Gefühl. Ideal für die Vorstellungskraft seiner Kinder während Erwachsene gemütlich am Schlosscafé die Aussicht genießen.

Wie würden Sie Auswärtigen ihre Gemeinde beschreiben?

Lebendig, dynamisch, fortschrittlich und trotzdem traditionell.  Raesfeld liegt im Herzen des Münsterlandes. Hier kennt quasi jeder jeden. Unsere Gemeinde ist für das Raesfelder Wasserschloss und dem daran angrenzenden Tiergarten, sowie die Femeiche in Erle bekannt, welche einer der ältesten Bäume Deutschlands ist und eine interessante historische Rolle gespielt hat. Nicht zu vergessen ist die Sehenswürdigkeit die Predigtulme in unserem Ortsteil Homer.

Wie verbringen Sie am liebsten ihre Freizeit?

Am wichtigsten ist mir meine Familie und die Aktivitäten mit ihr. Meine Heimat erkunde ich auch unter anderem mit dem Motorrad. Was ich auch nicht missen will, ist das Doppelkopfspielen mit meinen Nachbarn, welches einmal im Monat stattfindet.

Wie engagieren Sie sich ehrenamtlich?

Ich habe der neuen KLJB Erle-Rhade wieder auf die Beine geholfen indem ich ihnen jahrelang Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt habe.

Für den Heimatverein habe ich auf der Babywiese die Wurzeln und Baumstümpfe mit meinem Bagger entfernt. Ich habe geholfen Findlinge vom Kirchengelände auf die Babywiese zu bringen.

Wenn Sie Bürgermeister werden sollten dann werden sie Vorgesetzter von rund 100 Personen, umgerechnet 55 Vollzeitäquivalente/ Ganztagsstellen sein sowie Mitarbeiter in vielen Bereichen Teilzeitstellen, z. b. im Bereich Standesamt und Jobcenter. Dies ist schon ein stattlicher Betrieb.

Welche Qualifikationen für die Führung einer so großen Belegschaft bringen Sie mit und wie stellen Sie sich den Umgang mit dieser Belegschaft vor?

Der Bürgermeister braucht ganz bewusst kein Verwaltungsfachmann zu sein. Dafür gibt es gut ausgebildete Leute in den Rathäusern unserer Republik, die in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister die Geschichte lenken. Es sollte jemand aus der Bevölkerung sein, der dadurch deren Interessen verstehen und vertreten kann. Nicht in den Schienen der Verwaltungen festgefahren ist, wie es leider anscheinend in vielen Verwaltungen ist: Dort arbeiten viele Eigengewächse, also Leute, die dort ihre Ausbildung gemacht haben, sich daran vielleicht noch auf irgendeinen Weg weitergebildet haben, ob noch nie die Möglichkeit hatten, was Anderes zu sehen/ in andere Richtungen zu gucken!

Damit was bewegt werden kann, ist es so geregelt, dass ausgerechnet der Bürgermeister als Chef der Verwaltung und Repräsentant der Kommune eben ein völlig Verwaltungsfremder sein kann.

Der Blick aus einer anderen Richtung auf Verwaltungsarbeit birgt mehr Chancen zur Beurteilung und Effizienz der Arbeit.

Es genügt ein Blick in die Gemeindeordnung NRW. Unter Paragraph 65 Absatz 2 steht: Wählbar ist, wer am Wahltag Deutscher im Sinne von Artikel 116 Absatz 1 des Grundgesetzes ist oder wer die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaats der EU besitzt und eine Wohnung in der BRD innehält, das 23. Lebensjahr vollendet hat und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist, sowie die Gewähr dafür bietet das er jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes eintritt.

In dieser Verordnung habe ich das Wort Verwaltungserfahrung als Voraussetzung für das Amt des Bürgermeisters nicht gefunden.

Als Bürgermeister muss man auf die Meinungen anderer eingehen und Kompromisse und Entscheidungen im Sinne des Volkes treffen. Diese Eigenschaften bringe ich mit. Als gebürtiger Raesfelder kann ich die Bürger am besten nachvollziehen und vertreten.

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