Nachdem nun wohl klar ist, dass die USA das Häftlingslager in Guantánamo auflösen werden, setzen sich sowohl der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), als auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International dafür ein, dass Deutschland Häftlinge aufnimmt.
Die Frage und der Streit, ob Deutschland aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo entlassene Häftlinge aufnehmen sollte, schwelt auch innerhalb der Parteien. Jetzt wandte sich der Berliner SPD-Innensenator Ehrhart Körting gegen die Position von Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
Seit 2002 werden dort nach Angaben der USA vor allem mutmaßliche Taliban- und El-Kaida-Kämpfer festgehalten. Die meisten sitzen jahrelang ohne Anklage und Zugang zu Anwälten ein.
Meines Erachtens haben auch diese Menschen ein Recht auf ein menschwürdiges Leben. Aber wo fängt das an und und wo hört das auf? Diese Frage aller Fragen kann ich auch nicht beantworten, aber genügend Platz wäre vorhanden. Man nehme zum Beispiel die ehemalige Kaserne in Erle. Ein Dorf mit mal gerade mal mittlerweile 3700 Einwohnern hat schon vielen Menschen auf einem neuen Weg ins Leben einen Zwischenaufenthalt gewährt. Zwischenzeitlich waren dort mehr als 100 verschiedene Nationalitäten untergebracht. Das Dorfleben wurde, bis auf ein paar wenige Vorfälle, dadurch nicht belastet. Tolerant, offen und hilfsbereit haben sich Erler gezeigt, und nicht nur die ehemaligen stationierten Truppen fühlten sich hier wohl und gut aufgenommen. Asylbewerber, Migranten und Zigeuner lebten mit den Dorfbewohnern einträchtig und harmonisch nebeneinander, getreu dem Motto: Tu du mir nichts, dann tue ich dir auch nichts! Und so sollte es doch für die Erler Bürger kein Problem darstellen, drei oder vier Häftlinge in ihrer Gemeinde aufzunehmen und zu resozialisieren. Und Arbeit für die ehemaligen Kämpfer wäre auch vorhanden. Sie könnten aus dem schrottreifen Kaserengelände wieder ein Schmuckstück machen. Yes, we can!



























