Das Knotenpunktsystem im Kreis Borken ist passend zum Beginn der Ferien an den Start gegangen / Ortstermin mit Landrat Dr. Kai Zwicker und Heidens Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp

Kreis Borken (pd). Rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien ist das Knotenpunktsystem im Kreis Borken in allen Städten und Gemeinden fertig geworden: Die „Knotenpunkthüte“, Nummerneinschübe und Übersichtstafeln sind an allen 190 vorgesehenen Stellen angebracht.

Das Knotenpunktsystem bietet damit leichte Orientierung auf rund 930 Kilometern Radfahr-Strecke. Bei einem Ortstermin am Knotenpunkt 26, am Kranenmeer in Heiden, stellten Landrat Dr. Kai Zwicker und Heidens Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp die Vorzüge des Konzepts und die vielfachen Möglichkeiten für Radler_innen vor. „Wir freuen uns sehr, dass jetzt passend zur Urlaubszeit das Knotenpunktsystem installiert ist“, sagen Dr. Zwicker und Dr. Voßkamp.

„Das ist ein absolutes Plus für unsere Radfahrregion – sowohl für die Bürgerinnen und Bürger hier im Kreis, als auch für Touristen, denn das ‚Radfahren nach Zahlen‘ eröffnet viele flexible Möglichkeiten, eine einfache Orientierung und Planung.“

Gleichen Nummern?

Die Knotenpunkte finden sich überall dort, wo sich die Wegabschnitte des Netzes kreuzen. Die Nummern sind jeweils zweistellig (01-99; es kommen im Kreisgebiet also mehrmals die gleichen Nummern vor – allerdings nicht in der gleichen Stadt und Gemeinde, so dass es bei der Orientierung keine Probleme gibt).

In der jeweils angezeigten Fahrtrichtung ist immer die Nummer des nächstgelegenen Knotenpunktes angezeigt. „Das System erleichtert die Radroutenplanung und Orientierung: Man kann einfach eine Route planen, die dazugehörigen Knotenpunktnummern notieren und losradeln“, erläutert Landrat Dr. Zwicker. „Soll die Route unterwegs angepasst werden, helfen die Übersichtstafeln an jedem Knotenpunkt.“

Webkarte des Kreises Borken

Orientierung vorab bieten die Webkarte des Kreises Borken (https://kreis-borken.de/knotenpunkte) und die „Radwanderkarte Kreis Borken“ der BVA (ISBN 978-3-96990-034-5), die für 8,95 Euro beispielsweise bei den Tourist-Infos im Kreis oder auch im Buchhandel erhältlich ist. Die abzufahrende Nummernfolge kann dann auf den praktischen Lenkeranhängern notiert werden, die ebenfalls durch die Tourist-Infos ausgegeben werden; der Radroutenplaner NRW ist ebenfalls nutzbar, zudem die niederländische „Fietsknoop“-App für den grenznahen Bereich.

Borken-Grenzenlos-Raesfeld
Landrat Dr. Kai Zwicker (li.), Bürgermeister Dr. Patrick Voßkamp und Luisa Gatzke von der Gemeinde Heiden freuen sich darauf, die Knotenpunkte – wie hier den Punkt in Heiden – für ihre nächsten Radtouren nutzen zu können. Die Beschilderung ist nun kreisweit fertiggestellt.


Die beliebten Themenrouten wie die „100-Schlösser Route“, die „Hohe Mark RadRoute“ oder die „Flamingoroute“ sind in das Knotenpunktnetz eingebunden. Die örtlichen Tourist-Infos haben zudem unterschiedliche Tourentipps für das „Radeln nach Zahlen“ ausgearbeitet, die auf Flyern oder auch online bei „komoot“ zu finden sind. Dazu können sich Interessierte am besten vor Ort informieren.

Grenzregionen

Gerade hier in der Grenzregion profitieren Radfahrer_innen jetzt von dem aus Belgien und den Niederlanden bekannten System. Zu den bestehenden Systemen in den Nachbarrregionen (Regionen Achterhoek und Twente, Kreise Kleve, Wesel und Recklinghausen) sind die Verbindungen bereits hergestellt.

Im übrigen Münsterland entsteht ebenfalls gerade das Knotenpunktnetz und wird ab 2022 flächendeckend nutzbar sein; auch in der Grafschaft Bentheim wird gerade das Knotenpunktnetz installiert.

Hier im Kreis Borken wurde es unter Federführung des Kreises Borken geplant und umgesetzt, beteiligt waren rund 90 Personen (Touristiker/innen und Planungs- sowie Baufachleute der Städte und Gemeinden im Kreis sowie in den „rundherum“ benachbarten Kommunen/Kreisen und Regionen, Münsterland e.V., Themenroutenbetreiber, verschiedene Landeseinrichtungen bzw. Fachstellen, beauftragte Unternehmen, etc.).

„Die enge Abstimmung der Wegeführung und konkreten Knotenpunktstandorte mit den Kommunen und Nachbarkreisen sowie eine münsterlandweite Vereinbarung von Standards gemeinsam mit dem Münsterland e.V. war uns ein besonderes Anliegen“, resümieren Michael Weitzell und Daniela Glimm aus der Stabsstelle des Kreises Borken, in der die Arbeiten koordiniert wurden. „Wir freuen uns, dass so viele Akteure gemeinsam engagiert am Aufbau des Knotenpunktnetzes mitgewirkt haben.“

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