Reinhard Nießing über die Umstellungen in der Gastronomie

Raesfeld. Seit Montag dürfen die Gastronomen wieder öffnen. Unter strengen Einschränkungen. Reinhard Nießing von der Freiheit 24 spricht über die ersten Tage in dieser besonderen Situation.

Die Stammkunden freuen sich sehr, uns endlich wieder besuchen zu dürfen, so Reinhard Nießing. Seit Anfang April bietet der Gastronom einen Liefer- und Abholservice an. Dieser wurde auch stark angenommen. Das Erlebnis eines Restaurantbesuchs blieb aber auf der Strecke.

Abläufe einarbeiten

Seit Montag bietet er Gästen nun wieder das gewohnte Ambiente in seinen Räumlichkeiten an. „Die ersten Tage waren noch sehr verhalten. Das gibt uns aber die Möglichkeit, uns auf den Mehraufwand durch die Einschränkungen einzustellen und die Abläufe zu checken“.

Von den 200 Sitzplätzen stehen den Gästen aktuell nur 120 zu Verfügung. Dadurch ist es möglich, die nötigen Abstände einzuhalten. Alle 20 festangestellten Mitarbeiter sind zurzeit im Einsatz, und erfüllen die besonderen Auflagen.

Dreimal musste das Kontaktformular überarbeitet werden.
Foto: André Elschenbroich

Zum Beispiel desinfizieren sie jeden Tisch vor und nach dem Besuch des Gastes. Alle 30 Minuten wäscht sich jeder Mitarbeiter sich die Hände. Danach trägt er sich in eine Handwaschliste ein. Der Gast selbst hinterlässt seinen Namen, seine Telefonnummer und gibt Auskunft über die Tischnummer, Datum und Aufenthaltszeit. Und das alles wird streng dokumentiert.

Speisekarten mit doppeltem Nutzen in der Freiheit 24

Für die Speisekarten hat sich Reinhard Nießing etwas besonderes einfallen lassen: Bedruckte Bögen, auf der Vorderseite Speisen, hinten Getränke, die als Unterlage für Geschirr und Besteck benutzt werden. Jede Karte kommt nach dem Gebrauch in den Mülleimer.

Speisekarte und Unterlage in Einem.
Foto: André Elschenbroich

Alles viel Aufwand. Aber durchaus nötig. Wenn die Zahlen der Infizierten fallen, ist der Gastronom für weitere angemessene Lockerungen der Auflagen. Den jetzigen Mehraufwand durch die Auflagen trägt der Gastronom allein und gibt sie nicht an den Gast weiter.

Viele Gäste sind sich noch unsicher, ein Restaurant zu besuchen. Bis auf weiteres bleibt zumindest der Abholservice unter www.freiheit-24.de bestehen. „Vielleicht nehmen wir dieses Angebot auch permanent in unserem Service auf,“ lacht Reinhard Nießing.

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Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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