Frage der Woche 2. Woche: Zukunftsmobilität Raesfeld

Raesfelder möchten ein besser ausgebautes Radwegenetz

In der zweiten „Frage der Woche“ drehte sich alles um das Thema „Zukunftsmobilität“.

Hier folgen die zusammengefassten Ergebnisse der zweiten „Frage der Woche“ zur Zukunft der Mobilität in Raesfeld.

Für Elektro-Fahrzeuge findet man in Raesfeld bereits an einigen Stellen Lademöglichkeiten. U. a. gibt es am Rathaus, am Froschbrunnenplatz, am Schloss, am Vennekenhof und an der Gaststätte Brömmel-Wilms Ladestationen für Elektroräder (E-Bikes).

Die Gaststätte Brömmel-Wilms hat eine Ladestationen für Elektroräder
Stromtankstelle der Gemeinde

Am Parkplatz an der Leineweberstraße befindet sich zudem die erste öffentliche Stromtankstelle der Gemeinde. Gerade beim Thema „Infrastruktur und leichte Handhabung für E-Mobilität“ besteht allerdings noch Handlungsbedarf – nicht nur in Raesfeld.

Stromtankstelle Raesfeld
Foto: Archiv

Um die E-Mobilität für E-Autos und E-Bikes in der gesamten Gemeinde Raesfeld zu stärken, ist nach Ansicht der Befragten die Erhöhung der Anzahl von öffentlichen (und möglichst günstigen) Lademöglichkeiten am wichtigsten. Um die Anzahl der Ladestationen zu erhöhen wird bspw. die Nutzung von Straßenlaternen als Stromquelle für eine Aufladung vorgeschlagen.

Angebote von Sharing-Modellen

Die Idee, die Anzahl der Lademöglichkeiten zu erhöhen beschränkt sich dabei nicht nur auf den öffentlichen Raum. An einigen gastronomischen Anlaufpunkten besteht auch noch Potenzial für die Installation einer Auflademöglichkeit. Aufgrund der großen Zahl von Eigenheimen mit Garagen ist auch der Vorschlag für eine Förderung von privaten Ladestationen in Garagen gemacht worden.

Ein großer Teil der Befragten wünscht sich zudem, dass günstige und unkomplizierte Angebote von Sharing-Modellen entwickelt werden – für E-Autos und E-Bikes. Hier könnte sogar die Gemeinde eine Vorreiterrolle einnehmen und Anbieter von solchen Nutzungsmodellen werden.

Bei den Voraussetzungen für die eigene Nutzung von E-Mobilität, insbesondere von E-Autos, spielt der Kostenfaktor eine große Rolle. Derzeit liegen die Anschaffungskosten für E-Autos noch deutlich über denen mit einem konventionellen Antrieb. Das hält Viele davon ab, auf E-Autos umzusteigen.

Als weitere Voraussetzung für die eigene Nutzung eines E-Autos wird eine höhere Reichweite von Elektrofahrzeugen angegeben. Auch die öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Autos muss sich verbessern.

Unsichere Umstellung der Stromversorgung

Für einige der Befragten ist die Elektromobilität aus unterschiedlichen Gründen gar kein Thema. Manche sind skeptisch, ob ein intensiver Ausbau der E-Mobilität alle zukünftigen Umwelt- und Verkehrsprobleme lösen kann.

Andere sind aufgrund der ihrer Ansicht nach unsicheren Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien skeptisch, ob die Strompreise zukünftig noch konstant und günstig bleiben. Für die Zukunft der herkömmlichen Mobilität in Raesfeld konnten wir daher auch einige Aussagen gewinnen.

Radwege Raesfeld

Ausbau der Radwege

Ein großes Anliegen ist den Befragten der Ausbau der Radwege und die Vergrößerung des Radwegenetzes. Denkbar ist nach Ansicht der Befragten bspw. der Ausbau von einigen Abschnitten der Bundes- und Hauptstraßen in der Gemeinde mit Radwegen.

Von einem besser ausgebauten Radwegenetz profitieren dann nicht nur die (Rad-)Touristen, sondern auch Einheimische. Zusätzlich wird eine Erhöhung der Anzahl von öffentlichen Fahrradabstellplätzen vorgeschlagen.

ÖPNV-Angebot

Beim bestehenden ÖPNV-Angebot (vorwiegend per Bus), verbirgt sich auch Entwicklungspotenzial. Klappt die Abstimmung der Umstiegszeiten von Bus auf Bahn im Hinblick auf den Bahnhof Rhade schon recht gut, müsste sich das für den Umstieg von Bus auf Bahnverkehr am Haltepunkt Wesel noch verbessern.

Insgesamt wünschen sich die Teilnehmer*innen der Frage der Woche eine bessere Anbindung an das Umland, z. B. nach Bocholt, Rhede oder Wesel. Dafür wird bspw. die Weiterentwicklung des Angebots „Anrufsammeltaxi“ vorgeschlagen.

Die Einrichtung eines Bürgerbusses, gerne auch mit Elektroantrieb, ist ein weiterer Wunsch der Befragten.

Fazit: Die Elektromobilität ist derzeit in aller Munde und spielt auch in Raesfeld eine Rolle. Um diese Mobilitätsform in der Gemeinde zu stärken bedarf es eines Ausbaus der Ladeinfrastruktur und einer einfachen und günstigen Handhabung von E-Mobilität im Alltag.

Bedeutend ist auch ein stimmiges Preis/Leistungsverhältnis bei der Nutzung von E-Mobilität. Die Zukunft der herkömmlichen Mobilität ist den Befragten ebenfalls wichtig. Hier wünschen Sie sich einen Ausbau des Radwegenetzes und eine bessere (und besser koordinierte) ÖPNV-Anbindung an das Umland.