Sie werden immer mehr und sind in der Region stark verbreitet. Die Eichen-Prozessionsspinner. Eine Meldepflicht gibt es dafür nicht

„Der Eichen-Prozessionsspinner ist hier in der Region stark verbreitet“, sagt Bernd Kösters von der Bauverwaltung der Gemeinde Raesfeld. „Es ist mal mehr, mal weniger schlimm. In diesem Jahr ist er recht stark vertreten.“

„In Raesfeld ist eine Vielzahl von Eichen befallen. Die Raupen treten immer in Kette auf und fressen die Blätter der Bäume“; erläutert Theo Passier, Leiter des Raesfelder Bauamtes. „Der Baum kann sich von dem Befall im nächsten Jahr zwar erholen, gesund ist es für die Pflanzen aber trotzdem nicht.“

Eichenprozessionsspinner

Irrglaube

Bernd Kösters räumt außerdem mit einem Irrglauben auf. Denn eine Melde- oder Bekämpfungspflicht gebe es nicht.

Der gemeindliche Bauhof greife auch nur ein, wenn insbesondere Schulen, Spielplätze oder andere öffentliche Plätze betroffen seien. Auf Privatgrundstücken müssten Bürger selbst tätig werden und einen Schädlingsbekämpfer rufen – wie bei einem störenden Wespennest. Es sei auch nicht so, dass der Eichen-Prozessionsspinner immer entfernt werden müsse oder auch könne. „Oftmals sitzt er weit oben in der Kronen“, so Kösters.

Reaktionen ausgelösen

Bei direktem Kontakt mit den Härchen der Raupe können allergische Reaktionen ausgelöst werden. „Menschen reagieren darauf sehr unterschiedlich. Bei manchen wirkt es sich nur wie Stiche von Brennnesseln aus, bei Menschen mit Asthma kann es aber zu heftigen Reaktionen kommen“, weiß Kösters.

Lernen, damit zu leben

Wenn der gemeindliche Bauhof dann aber doch tätig werden muss, hat dieser verschiedene Möglichkeiten der Bekämpfung. „Die brennenden Härchen können mit einem Haarspray verklebt werden. Anschließend kann man dann die Raupen gefahrlos absaugen oder auch abflammen“, erläutert Kösters das Prozedere. Er glaubt jedoch, dass wir Menschen lernen müssen, damit zu leben. „Wichtig ist vor allem, dass man ihn erkennt und dass man auch den Kindern zeigt, wie er aussieht“, nennt Kösters Maßnahmen, die besonders die Kleinen vor dem Kontakt schützen können.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here