Im Alter von 97 Jahren ist die Erlerin und Zeitzeugin Dr. Elisabeth Schwane im Seniorenhaus St. Martin in Raesfeld verstorben. Die Beerdigung ist am Dienstag, 10.04. um 14:30 Uhr auf dem Friedhof in Erle mit anschließendem Seelenamt in St. Silvester.
Elisabeth Schwane gehörte in Erle mit zu den bekanntesten Persönlichkeiten. Immer bescheiden, freundlich und offen, auf ihren Doktortitel legte sie keinen Wert, trat sie den Menschen gegenüber.

Bereits als junge Studentin hat Elisabeth Schwane die Kriegsjahre in und um Erle hautnah erlebt. Für damalige Verhältnisse war es nicht alltäglich, dass ein junges Mädchen wie sie aus Erle studierte.
1931 besuchte Elisabeth Schwane das Gymnasium in Dorsten. Im Jahre 1939 machte sie bei den Ursulinen ihr Abitur. Für damalige Verhältnisse etwas Besonderes.
Nach dem Abitur ging es dann direkt für ein halbes Jahr zum Pflicht-Arbeitsdienst. Diese Zeit war geprägt von Arbeit bei einem Bauern in Rinteln an der Weser, mit allen Arbeiten, die tagtäglich anfielen.
Studium in Deutsch
1940 startete Elisabeth Schwane ihr Studium in Deutsch, Geschichte und Erdkunde in Münster, wo sie auch ihr Examen machte. Ihren Doktortitel machte Elisabeth Schwane an der Uni in Marburg 1944.
Zeitzeugin und aktiv im im Heimatverein
Lange Zeit war Dr. Elisabeth Schwane im Heimatverein Erle aktiv. Ein großes Vermächtnis für den Heimatverein war das Buch „Goethes Faust“, was sie 1945 aus einer Latrine in Erle retten konnte.
Mehr zu Dr. Elisabeth Schwane unter: Dr. Elisabeth Schwane – Ein Leben voller Erinnerungen



























