Es gibt Gelegenheiten, die sind es nicht Wert, lange darüber nach zu denken. Abhaken, fertig! Aber heute hatte ich doch jede Menge Frust in den Backen, blieb aber zu meiner eigenen Überraschung ruhig.

Folgendes passierte: Völlig gestresst war ich heute Mittag kurz vor 12 Uhr auf der Suche nach einem „Fotomodell“ für einen Bericht in der Borkener Zeitung, bezüglich DSL in Erle. Da ich weiß, dass die Banker in der Volksbank Erle immer sehr hilfsbereich in schwierigen Situationen sind, parkte ich  nach einigen Rundfahrten durch Erle kurzerhand vor der Bank. Mein Auto stand, ich schwöre, zwar schräg in der markierten Parkbox, aber meine Reifen berührten noch nicht einmal die Grenzmarkierung. Ich sprang schnell in die Bank, als mir Manfed Hoyer dort über den Weg lief. Er war spontan bereit, danke Manfred, sich als Modell zur Verfügung zu stellen. Als wir beide nach höchsten einer Minute aus der Bank kamen, stand neben meinem schönen roten Golf ein blauer BMW, aus dem der Fahrer wie von der Tarantel gestochen ausstieg und mich anschrie: „Kannst du dein scheiß Auto nicht woanders parken?“ Gleichzeit schüttelte seine blond gelockte Frau, die noch im Auto saß, angewiedert und der Meinung ihres Mannes zustimmend, ihren Kopf. Gleich so, als wenn ich soeben ein Kind verspeist hätte.  Ich war sprachlos. Manfred Hoyer auch. Mein einziger Kommentar war nur: Ihr Auto berührt aber schon die Grenze, mein Auto nicht. Dieser gewaltige Wutausbruch, der andauerte und den ich selbst noch beim Wegfahren hörte, erschütterte mich um so mehr, da ich diesen älteren Erler Bürger schon lange vom Sehen kenne und ihn als sehr freundlich eingestuft habe.

Aber heißt es so schön? Den Wert eines Edelsteins erkennt man erst, wenn er aus der Fassung gerät!

Falls sie Herr………(Name ist der Autorin bekannt) aus Erle auch diesen Bericht lesen, möchte ich mich bei Ihnen für mein unorthodoxes Parken in Schräglage entschuldigen. Demnächst lasse ich Sie zuerst in die Parklücke und werde mich dann, ich verspreche, in gesitteter Form daneben stellen.

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2 KOMMENTARE

  1. Der Artikel ist morgen in der BZ. Ob der Online ist, keine Ahnung.Ich werde ihn aber später auch auf den Blog setzen.

  2. Manche Leute haben eben kein Benehmen. Was mich aber mehr interessiert ist der Artikel über DSL in Erle. Hat Deine Redaktion also zugestimmt und hast Du einen kompetenten Pressesprecher der T-COM finden können, so wie man es mir am Telefon versprochen hat? Wann erscheint der Artikel. Wird er auch in der Online-Ausgabe der BZ zu lesen sein?

    Mfg
    Michael

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