CDU: Vorausschauend planen was Kitas in Raesfeld anbelangt

Antrag zur Vorsorgeplanung für weitere Standorte für Kinderbetreuungseinrichtungen

Nach dem plötzlichen und für die Gemeinde unvorhergesehen Kindergartenbedarfsplanung des Kreisjugendamtes für eine neue Kita (wir berichteten), hat sich nun ein Träger gefunden.

Der Kreissportbund, der bereits die 4-Gruppen-Kindertagesstätte Villa Purzelbaum betreibt, und sich damit als Träger etabliert hat, soll der neue Träger der neuen Kita im Neubaugebiet an der Stockbreede sein. Der Beschluss dazu soll in der Ratssitzung am 25. Januar gefasst werden.

Neue-Kita-Stockbreede-Raesfeld-Sportbund
Im rotmarkierten Bereich soll die neue Kita im Neubaugebiet an der Stockbreede in Raesfeld in Trägerschaft des Kreissportbundes entstehen. ©Gemeinde Raesfeld.

Fraktionschef der CDU Bernhard Bölker möchte nach dieser „unerwarteten Überraschung“ und mit Blick in die Zukunft, die Kindergartenbedarfsplanung vorausschauend voranzutreiben. In seinem Antrag an Bürgermeister Martin Tesing betont Bölker, dass die Gemeinde Raesfeld sich in den letzten Jahren u. a. bedingt durch die Ausweisung von Wohnbaugrundstücken, sehr positiv entwickelt habe.

Einweihung und Tag der offenen Tür im neuen Bewegungskindergarten Villa Purzelbaum in Raesfeld
Kita-Purzelbaum in Raesfeld ist in Trägerschaft des Kreissportbundes.

Zunehmende Nachfrage

„Aus Sicht der CDU hat besonders die Vergabe von gemeindlichen Baugrundstücken zu familienfreundlichen Bedingungen dazu geführt, dass viele junge Menschen in der Gemeinde dauerhaft ansässig geworden sind und viele junge Familien sich mit ihren inzwischen neu geborenen Kindern in der Gemeinde wohlfühlen“, so Bölker. Demzufolge sei eine zunehmende Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen festzustellen, auf die die Gemeinde Raesfeld durch entsprechende planerische und bauliche Vorsorge Antworten finden müsse.

Anzahl der Kindergärten in Raesfeld und Erle

Konsequenzen für die Gemeinde

Hinzu komme, dass immer mehr Familien mit Kindern tendenziell immer früher die örtlichen Betreuungsangebote, besonders für Kinder unter drei Jahren, in Anspruch nehmen. Dies habe laut Bölker zur Folge, dass das Angebot an Betreuungsplätzen in den letzten Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut werden mussten, um den steigenden Bedarf decken zu können. So befasse sich der Ausschuss für Schule und Bildung aktuell mit der Fortschreibung der Kindergartenbedarfsplanung und den daraus entstehenden Konsequenzen für die Gemeinde.

Kinderzahlen Entwicklung Raesfeld

Darüber hinaus sei es in den letzten Jahren z. B. durch ein verändertes Nachfrageverhalten der Eltern mehrfach zu Situationen gekommen, aus denen sich für die Gemeinde Raesfeld ein enormer Handlungsdruck ergab. Vor einer ähnlichen Situation stehe die Gemeinde für das Jahr 2021.

Bedarfsplan Kita Erle

Bedarf mittel-, bis langfristig decken

„Die CDU-Fraktion geht davon aus, dass die Nachfrage nach Betreuungsangeboten in der Gemeinde weiter so zunehmen wird, dass selbst der geplante Neubau eines Viergruppenkindergartens nicht ausreichen wird, diesen Bedarf mittel-, bis langfristig zu decken“, ergänzt Bölker. Deshalb werde beantragt, dass die Verwaltung in enger Abstimmung mit dem Jugendamt des Kreises Borken die Kindergartenbedarfsplanung vorausschauend voranzutreiben und in der Folge die planerischen Voraussetzungen für den Bau weiterer Kinderbetreuungseinrichtungen voranzutreiben.

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Petra Bosse (alias celawie) Freie Journalistin - Kontakt: redaktion[at]heimatreport.de - Beiträge aus der Region, für die Region! Hinweise Kommentare: Bitte beachtet die Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

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