von Barbara Seppi

Großes Konzert in der Kirche St. Martin

Frankfurt/Raesfeld. Pulsierendes Metropolleben mit tausenden Besuchern, vielfach farbige Beleuchtung auf den alten Fachwerkhäusern und modernen Wolkenkratzern – das alles präsentierte Frankfurt am Main zum berühmten Museums-Ufer-Fest.

Und doch gab es einen Ruhepol im Getümmel, in der ganz in blaues
Licht getauchten Alten Nikolaikirche am Römerberg sang der Kammerchor Cantus Dorsten unter der Leitung von Dr. Hans-Jakob Gerlings am vergangenen Freitag die besinnlich mystischen „Songs of Light – Songs for Night“.

Das Abschlusskonzert gab der Cantus Dorsten in Lorch.
Foto: privat

An der Orgel begleitete Lars Vorgaang aus Wiesbaden, der regelmäßig in dieser renommierten Kirche zu den Gottesdiensten spielt. Mehrere Hundert Besucher spendeten viel Beifall und die Organisatoren der Reihe „freitagsAbendkirche“ sprachen begeistert eine Einladung zum Wiederkommen aus.

Deutsche Geschichte auf dem Programm

Am Tag danach stand ein Eintauchen in die deutsche Geschichte auf dem Programm, mit Besichtigung des Kaisersaals im Römer, dem Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und der Paulskirche als Sitz der ersten Nationalversammlung, dann ging es den schönen Rheingau.

In St. Jakobus in Rüdesheim gestaltete der Kammerchor die Vorabendmesse und erfreute die Gottesdienstbesucher mit einem anschließendem Kurzkonzert. Eine Weinprobe des erlesenen Anbaugebietes durfte für die Sängerinnen und Sänger natürlich nicht fehlen.

Cantus Dorsten
Cantus Dorsten vor dem Niederwalddenkmal. Foto: privat

Abschluß mit einem Gläschen Sekt

Organisiert hatte dies Chormitglied Maria Drees mit ihrer Cousine, deren Mann Winzer ist. Stimmungsvoller Abschluss ein Gläschen Sekt am nächtlichen Rheinufer, an ganz besonderer Stelle, wo die Sterne im dunklen Strom funkelten.

Am berühmten Niederwalddenkmal aus der deutschen Kaiserzeit wurde der Chor tags darauf von Bürgermeister Volker Mosler begrüßt, dann war das Städtchen Lorch das Ziel zum Abschlusskonzert der Reise.

Die Pfarrkirche St. Martin aus dem 13. Jahrhundert, Teil des
UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal, bot eine großartige und beeindruckende Kulisse für die träumerischen Werke von Nacht und Licht.

Programm letztmalig in St. Martin

Nach zahlreichen Konzerten mit dem Programm „Songs of Light – Songs for Night“ in den vergangenen zwölf Monaten im Münsterland, am Niederrhein und in Hessen (die Premiere war in St. Agatha in Juni 2018 zum Dorstener Chorfestival) singt der „Cantus Dorsten“ die Werke von Ola Gjeilo, Knut Nystedt, Eriks Esenvalds, Hugo Wolf u.a. am kommenden Sonntag (01.09.) zum letzten Mal in St. Martin in Raesfeld, 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei. Leitung Dr. Hans-Jakob Gerlings, Dorsten, Sopransolo: Katharina Gerlings, Jessica Bücker, Ruth Voss, Orgel Dieter Lorenz, Geldern

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Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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