Bürgerantrag gegen eine weitere Bebauung in der Stockbreede vom Rat abgelehnt.

RAESFELD. In der Aussprache um die Erweiterung der Bebauung der Stockbreede gab es eine aufgeregte Debatte in der Gemeinderatsitzung am Montagabend.

Im Kern ging es darum, ob ein Antrag von Anwohnern zur Ablehnung der Erweiterung des Baugebietes Stockbreede befürwortet oder abgelehnt wird.

Foto: Reinhard G. Nießing

Im Ergebnis hat der Rat, bei einer Enthaltung durch Klaus Rybarczyk (SPD), den Antrag abgelehnt.
Die Begründung des Antrages der Anlieger war allerdings interessant. Hier wurde nämlich behauptet, dass bei den in der Vergangenheit durchgeführten Grundstücksverkäufen den Interessenten zugesagt worden sei, dass in der Erweiterung die nächsten 15 bis 20 Jahre nicht gebaut würde.

Merkwürdiger Umstand

Von wem allerdings solche Zusagen angeblich gemacht wurden, konnte offensichtlich überhaupt nicht geklärt werden und erweist sich, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass von den Antragstellern in der Ratssitzung entweder niemand vor Ort war oder sich zumindest nicht zu Wort meldete, als ein sehr merkwürdiger Umstand.
Nahe liegend wäre in diesem Fall doch, dass durch die Antragsteller, hinsichtlich solcher behaupteten Zusagen, auch „Ross und Reiter“ genannt werden, also diejenigen explizit benannt werden, von denen solche Zusagen gemacht wurden.

Keine weitere Verzögerung

Der Antrag wurde schließlich mit den schon beschriebenen Stimmanteilen im Rat abgelehnt, und zwar mit durchaus unterschiedlichen Begründungen. Zum Beispiel wurde seitens der Bauverwaltung dargelegt, dass die vorgesehene Bebauung und der gedachte Zeitplan bereits seit dem Jahre 2000 allen Interessierten offen zugänglich gewesen sei. Des Weiteren wurde insbesondere vonseiten der CDU und der UWG darauf hingewiesen, dass es darum gehe, jungen Familien eine Ansiedlung im Ort zu ermöglichen und die erweiterte Bebauung schon aus diesem Grunde keine weitere Verzögerung duldet.

Vorab informieren 

Diese Haltung wurde letztlich auch durch die Grünen im Rat unterstützt. Letztere verwiesen in diesem Zusammenhang noch einmal darauf, dass es eigentlich sehr einfach sei, sich in der Gemeinde über künftige Baugebiete zu informieren. Hierzu reiche schon der Newsletter der Gemeinde, so Holger Lordick (Grüne).


Zweifel meldete letztlich der Klaus Rybarczyk (SPD) an. „Mehrere Anwohner reden von einer mündlichen Zusage. Wem soll ich glauben schenken? Hat jemand eine Zusage gemacht?“, so Rybarczyk. Und: Ich sehe, dass die Erweiterung Stockbreede unter keinem guten Stern steht.
Mit dieser Haltung und seiner daraus folgenden Abstimmung- Enthaltung blieb er jedoch alleine.

Zitate:

  • Wolfgang Warschewski (UWG). „Wir brauchen die Grundstücke.
  • Holger Lordick (Grüne): Möchte, dass sich Bürger selber bei bestimmte Bauverfahren schlau machen.
  • Bürgermeister Andreas Grotendorst: Kann ihren Ärger gut verstehen, aber sie haben vor zwei,  drei Jahren mit der Neubebauung den Anwohnern auch die Sicht genommen.
  • Karl-Heinz Tünte (CDU): Finde es schade, dass von den Antragstellern kaum jemand hier im Saal ist.
  • Petra Bosse

 

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