Was aus einem alten Haus alles werden kann

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v.l.n.r.: Hauseigentümer Markus Becking, Architekt Ludger Konrad und Antje Lask vom Kreis Borken

Bewerbungen um die Auszeichnung AltBauNeu des Kreises Borken sind noch bis zum 30. Juni 2014 möglich

Kreis Borken/Stadtlohn (pd). Das ehemalige Arbeiterhäuschen liegt versteckt in einer Seitenstraße mitten in Stadtlohn. Aus dem 1909 gebauten Gebäude hat der Handwerksmeister Markus Becking ein echtes Schmuckstück gemacht. „Es sieht aus wie neu“, freut sich auch der Architekt Ludger Konrad, der das Bauvorhaben begleitet hat. „Mit rotem Backstein, den aufrechten Sprossenfenstern und Einfassungen aus Sandstein ist es ein typisches Haus für die örtliche Architektur.“ Für sein vorbildlich saniertes Haus kann Markus Becking jetzt die Auszeichnung „Alt Bau Neu“ des Kreises Borken beantragen. Denn er hat sein Haus nicht nur schön gemacht, sondern es auch umfassend energetisch saniert.

„Der Energieausweis, den Bauherren für energetische Sanierungen bekommen, reicht schon aus, um sich um die Auszeichnung zu bewerben“, erklären Landrat Dr. Kai Zwicker und Antje Lask, beim Kreis zuständig für die Kampagne AltBauNeu. „Wir wollen Hausbesitzer, die ihren Altbau energetisch saniert haben, mit der Auszeichnung einladen, ihre Leistung auch öffentlich zu zeigen.“ Verbunden mit der Auszeichnung ist dann eine Plakette, die das Haus dezent schmückt und ihren Standard zeigt.

„Bei Sanierungen von Altbauten wird in der Regel auch energetisch saniert“, so die Erfahrung von Architekt Ludger Konrad. Im Falle des mehr als 100 Jahre alten Häuschens von Markus Becking wurden Fassade und Dach gedämmt, die Fenster und die Heizungsanlage erneuert. Für den Architekten ist dieser Altbau Beispiel dafür, dass es sich immer lohnt, zwei Mal hinzuschauen. „Die alten Häuser aus der Vorkriegszeit haben oft eine gute Qualität, aber Wärmeschutz spielte damals natürlich keine Rolle.“ Problematischer seien oftmals die Häuser aus der Nachkriegszeit, wo angesichts des Materialmangels entsprechend sparsam gebaut wurde. Den größten energetischen Sanierungsbedarf sieht er allerdings in den Siedlungshäusern der 1960er Jahre.

Elektromeister Markus Becking hatte vor allem Spaß an dem Projekt und wollte das Haus auf jeden Fall erhalten. Anhand der alten Pläne und Ansichten wurde dann gemeinsam mit dem Architekten der zeitgemäße Charakter des Hauses geschaffen. Er freut sich, dass er seinen beiden Mietparteien ein schönes Zuhause bieten kann. Und das will er gern zeigen.

Der Kreis Borken will mit der Auszeichnung AltBauNeu vor allem für die Sanierung von Altbauten und die damit verbundenen Energiesparpotenziale werben. „Jede Altbausanierung ist auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz“, so Landrat Dr. Kai Zwicker. Wer sich ebenfalls mit einem energetisch sanierten Haus um die Auszeichnung AltBauNeu des Kreises Borken bewerben will, kann das noch bis zum 30. Juni tun. Informationen hat Antje Lask, Telefon: 02861 82-1436, Mail: [email protected].