in der Corona-Pandemie mit Blick auf die Herbstferien
Angepasste Fördermodalitäten für Maßnahmen in der Kinder- und Jugendarbeit

Kreis Borken (pd). Ferienlager mit Übernachtung, Ferienspiele und -maßnahmen: Der Bereich der Ferienangebote im Kreis Borken wird überwiegend über die Jugendverbandsarbeit abgedeckt und ist somit fast ausschließlich ehrenamtlich organisiert. Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr den gesamten Bereich der Kinder- und Jugendarbeit vor große Herausforderungen gestellt, im Besonderen auch das Ehrenamt in der Jugendverbandsarbeit.

Das Kreishaus in Borken

Viele Maßnahmen in diesem Bereich, insbesondere die mit Übernachtungen, mussten für die zurückliegenden Oster- und Sommerferien aufgrund der Einschränkungen durch die Coronaschutzverordnung abgesagt werden. Die Anfragen zur Förderung und Durchführung von Maßnahmen in den Ferien häuften sich vor den Sommer- und nun vor den Herbstferien.

Das veranlasste den Fachbereich Jugend und Familie des Kreises Borken dazu, die Fördermodalitäten für die zwei Formate „Ferienlager“ und „Verbindliche Ferienbetreuung“ anzupassen, um zumindest eingeschränkt Ferienmaßnahmen zu ermöglichen. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Borken bestätigte in seiner vergangenen Sitzung nun nochmals die modifizierten Fördervoraussetzungen für die Ferienangebote, um insbesondere das Ehrenamt in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.

Die Veränderung der beiden genannten Förderformate „Ferienlager vor Ort“ und „verbindliche Ferienbetreuung“ sind somit für das gesamte Förderjahr 2020 vorgesehen, da auch für die bevorstehenden Herbstferien Ferienangebote möglich gemacht werden sollen.

„Ferienangebote sind trotz, beziehungsweise gerade aufgrund der Corona-Pandemie besonders wichtig, weil zum einen Eltern oftmals ihren Urlaub schon in der Zeit von März bis Juni für die Betreuung ihrer Kinder eingesetzt haben und auch viele Urlaubsziele nicht bereist werden konnten“, sagt Ute Isferding, Abteilungsleiterin der Kinder- und Jugendförderung beim Kreisjugendamt.

„Zum anderen sind in dieser Zeit nahezu alle Angebote und Kontakte für die Kinder und Jugendlichen weggefallen, sodass das soziale Leben gerade für junge Menschen besonders lange eingeschränkt war.“

Die Sommerferien waren für die Jugendverbandsarbeit eine besonders herausforderne Zeit: Alle Akteure im Bereich der Ferienangebote hatten große Auflagen zu bewältigen. Einige Angebote wurden zwar mangels Planungssicherheit abgesagt, wiederum andere haben in deutlich kleinerem Rahmen stattgefunden.

Verbindliche Ferienangebote gab es zum Beispiel auch für unter vier Stunden, da aufgrund der Corona-Pandemie nur Kleingruppen möglich waren. So konnte in Summe mehr Kindern ein Ferienangebot gemacht werden.

Schon im Mai 2020 beschloss der Jugendhilfeausschuss des Kreises Borken die Übernahme der Stornierungsgebühren für ausgefallene Ferienmaßnahmen analog zu den Regelungen des Landes und der Stadtjugendämter. Die Coronaschutzverordnung ermöglichte durch eine Änderung der Auflagen ab kurz vor den Sommerferien auch Maßnahmen mit Übernachtungen, wenn auch unter großen Auflagen.

Vor den Sommerferien gab eine erste Anfrage von der katholischen Kirchengemeinde aus Vreden-Ellewick, deren ursprünglich geplantes Ferienlager nicht stattfinden konnte. Alternativ setzten sie ein „Ferienlager vor Ort“ um, das mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden war.

Ebenso die Vredener Georgspfadfinder: Drei Wochen vor Beginn verlegten sie ihr geplantes Ferienlager in Niedersachsen nach NRW in das Sauerland, denn die damalige Erlasslage ließ kein Ferienlager in Niedersachsen zu. „An der Flexibilität und am Einfallsreichtum hat man gemerkt, dass überall mit sehr viel Herzblut und Engagement gearbeitet wird“, erklärt Isferding. Alles sei sehr gut organsiert gewesen und alle hatten ein entsprechendes Hygienekonzept für ihr Angebot.

Die Verantwortlichen seien sehr kreativ, gleichwohl auch sehr verantwortungsbewusst mit der Situation umgegangen, sodass auch die Resonanz trotz der hohen Herausforderungen und Verantwortung durchweg positiv gewesen sei und es im Rahmen der Ferienangebote zu keinen Ansteckungen gekommen sei. Gerade in der Kinder- und Jugendarbeit gelte in der Corona-Pandemie der Grundsatz „auf Sicht fahren“, denn es müsse weiter flexibel auf das aktuelle Infektionsgeschehen reagiert werden.

Für Rückfragen steht die Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Kreisjugendamtes Borken zur Verfügung unter Tel. 02861/681-5401 (Ute Isferding).

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