Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) bewertet den heute im Bundeskanzleramt durchgeführten „Landwirtschaftsgipfel“ als erfolgreichen Start für einen neuen Dialog über strittige Gesetzesvorhaben zur Landwirtschaft.

Münster (wlv). Dabei setzt der Verband auf die angekündigte Vertiefung der Debatten in Arbeitsgruppen, bevor man sich im Herbst 2020 in gleicher Runde erneut im Bundeskanzleramt treffen will.

„Jetzt kommt es darauf an, vor allem das vom Bundeskabinett vorgeschlagene „Aktionsprogramm Insektenschutz“ ganz neu zu diskutieren und dabei den kooperativen Naturschutz deutlich zu stärken. Bei der Düngeverordnung bleibt uns nicht mehr viel Gestaltungsspielraum. Hier gilt es vor allem, auf der Basis eindeutiger Daten eine stärkere Binnendifferenzierung bei den nitratbelasteten Grundwasserkörpern zu erreichen“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring heute in Münster.

Schaffung eines Dialogprogramms

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in der heutigen Dialogrunde neben den oben genannten Themen weitere Aktivitäten angekündigt, darunter die Schaffung eines Dialogprogramms durch das Bundeslandwirtschaftsministerium, einer Wertschätzungskampagne für Landwirtschaft und Lebensmittel und einer „Zukunftskommission Landwirtschaft“.

Unter dem Eindruck der vielen und starken Bauerndemonstrationen der letzten Wochen hatte das Bundeskanzleramt den „Agrargipfel“ veranstaltet und dazu Vertreter von knapp 40 Organisationen der Land- und Agrarwirtschaft nach Berlin eingeladen.

Die Dialogrunde diente dazu, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, ihre Erwartungen und Forderungen an die Bundesregierung formulieren und Bundeskanzlerin Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner gegenüber ihren Sorgen um die Zukunft der heimischen Landwirtschaft Ausdruck zu verleihen.

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