Liebe christliche Demokraten,
ob man die CDU-Kommunalpolitik immer mittels einer nachgereichten Presseerklärung („pd“) ins Netzt stellen sollte, anstatt mit dem eigentlichen Souverän vor Ort — dem potenziellen Wähler — ins Gespräch zu kommen, lassen wir einmal dahingestellt.
Es ist zumindest fragwürdig, wenn aus Mangel an Dialogbereitschaft, dröhnendes Schweigen wird und zu Verdruss und Ärgernis führen. Wo waren Sie denn, liebe Frau Parteivorsitzende, als wir Sie so dringend sprechen wollten? Richtig, genau so wie der CDU-Fraktionschef: abgetaucht, nicht erreichbar! Warum nehmen Sie nicht ihren Bundestagsabgeordneten Jens Spahn beim Wort, der so trefflich formulierte: „Politik muss nicht unterhaltsam sein, muss kein Entertainment sein, aber es muss spannend sein und es muss der Unterschied rausgearbeitet werden, und es muss gerungen werden im Streit, im produktiven Streit um`s richtige Argument.
Und das geht halt nur, wenn es ab und zu überhaupt `mal Diskussionen gibt. Wenn da Friedhofsruhe ist, dann passiert da wenig. Es geht doch um`s Diskutieren. Ich finde, Politik lebt davon.“ Ende des Zitats.
Vielleicht ja deshalb, weil es einfach unbequem ist sich dem Diskurs zu stellen? Hier und da eine Betriebsbesichtigung, in der Regel unmittelbar vor Wahlen, hier und da ein Häppchen schnappen, wenn`s denn schon gereicht wird. Das schmeckt jeden einzelnen Kommunalpolitiker natürlich besser. Entspannte Momente kann man sich allerdings auch „schön saufen“, haben aber mit realer Politik nicht viel gemein.
Verantwortliche Politiker, gleich welcher Couleur, sollten schon erkennen können was den Leuten unter den Nägeln brennt und Überzeugungsarbeit leisten. Politik gestalten ist ein dynamischer Prozess. Apropos Überzeugungskraft: Wenn ich einen Menschen nicht überzeugen kann gibt es dafür zwei Gründe. Der erste: Mein Gegenüber ist nicht willens sich auf meine Argumente einzulassen. Er ist beratungsresistent. Er ist borniert. Dann liegt die Schuld bei meinem Gesprächspartner. Der zweite: Ich war nicht überzeugungsfähig genug. Mein Auftritt war zu schwach, nicht genügend qualifiziert. Dann liegt die Schuld bei mir.
Ich denke jetzt einmal an das Begehren der Bürgerinitiative, die den „Aelkeshof“ vor dem drohenden Abriss retten möchte. Daraus ergeben sich Fragen, auf die Kommunalpolitiker eine Antwort geben sollten:
Warum gibt die Kommunalpolitik so leichtfertig das privilegierte Nutzungsrecht für ein Hotel und Gastwirtschaft an dieser exponierten Stelle inmitten des Dorfes auf? Warum wird der „Niewerther Hof“, der ja kein Denkmal im klassischen Sinne ist, nicht wenigstens als ein Ortsbild prägendes Gebäude wertgeschätzt, das es zu schützen gilt? Warum lässt man seitens der Kommunalpolitik dem Unternehmen „Keppelhoff-Niewerth“ durchgehen, was dem Unternehmen „Altenheime Keller“ so beharrlich verweigert wird? Stichwort: „Nutzungsänderung“, erweitertes Geschäftsmodell für das „Landhaus Keller“.
Wie sieht es mit der Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes eigentlich aus? Was wird aus der Freifläche von „Haus Epping“, nachdem dieses Haus auch abgerissen wurde? Wie sieht das Dorfentwicklungskonzept für den Ortsteil Erle aus?
Es stellen sich viele Fragen, auf die die Bürgerinnen und Bürger unsere Gemeinde zu Recht eine Antwort erhalten sollten. Stellen Sie sich bitte dieser Verantwortung oder treten Sie beiseite, damit sich alle neu orientieren können, spätesten 2020 besteht die Chance dazu. Und zu guter Letzt: Wer möchte einen Pyrrhussieg erringen?



























