Mit großem Intresse habe ich der Versammlung in der Aula der Grundschule, wie auch viele andere, entgegengefiebert. Ich hatte bei weitem nicht mit sovielen Besuchern gerechnet.
Schon vor dem eigendlichen Startschuß der Versammlung wurde in den kleinen Sitzkreisen heftig diskutiert.
Jeder der Anwesenden hatte und hat seine eigene Einstellung zum Thema Liturgie, Katechese und auch eine / seine eigene Vorstellung von der Arbeitsweise eines Pfarrbüros und den Aufgaben eines Seelsorgers und auch dem Tätigkeitsfeld eines leitenden Pfarrers.
Was ich auch sehr stark gespürt habe; nicht alle haben den Mut ihre Meinung und auch ihre Wünsche, vor „versammelter Manschaft“ in Worte zu fassen und richtig rüber zu bringen.
Da ich vor einem Jahr zu den Altkatholiken konvertiert bin, sind mir solche Pfarrversammlungen, wie sie vom alltkatholischen Kirchenrecht vorgeschrieben sind, nicht fremd.
Das Altkatholische Kirchenrecht gibt jedem Gemeindemitglied auf einer Versammlung die Möglichkeit seine Stimme zu „erheben“ und darüberhinaus auch seine Meinung zu verschiedenen Themen per (geheimer) Wahl kund zu tun.
Das römisch-katholische Kirchenrecht sieht nur eine einmalige Wahl des Kirchenvorstandes und des Pfarrei-Rates in bestimmten jährlichen Abständen für die ganze Gemeinde vor.
Danach sind Pfarrei-Rat und Kirchenvorstand allein stimmberechtigt.
Auch bei den Sitzungen ist es nach wie vor üblich, per Handzeichen abzustimmen.
Ich denke, auch dort wäre es sinnig, eine geheime Wahl einzuführen, damit jeder neutral, ohne Beobachtung und Beeinflussung eines anderen seine Stimme abgeben kann.
Vielleicht ist es auch hilfreich, alle Gemeindemitglieder im Vorfeld über die Inhalte einer Pfarrei-Ratssitzung bzw. Kirchenvorstandssitzung zu informieren ( z.B.: per Internet / Schaukasten an der Kirche ). Auch sollten die Gremien darum bitten, Vorschläge, Kritik oder sonstige Anregungen schriftlich bis zu einer gewissen Frist vor der Veranstaltung einzureichen, damit sie in den Ortsausschüssen und einzelnen Sachausschüssen zur Vorbereitung schon diskutiert werden können.
Auf jeden Fall müßten alle Anliegen dem ganzen Gremium vorgelegt werden und dürften nicht im Vorfeld von irgendwelchen Personen schon ausgefiltert werden…
Vielleicht ist es auch hilfreich, in den Pfarrnachrichten / Internetseite der Pfarrei bewust immer wieder auf die Mitarbeit der Gemeindemitglieder hinzuweisen.
….z.B.:. Für die Parrei-Ratssitzung am 01.01.2022 können sie bis zum 15.12.2021 noch Anregungen und Kritikpunkte im Pfarrbüro einreichen…
….Vielleicht kann sich die Kirchengemeinde in schwierigen Punkten auch zu einer gesammten Gemeinde-Abstimmung, wie sie bei uns Altkatholiken üblich ist, durchringen…
Auch wenn es nicht Römisch ist…..
…..irgendwann macht jeder mal den ersten Schritt….
…..nie hätte einer gedacht, das ein Papst zurück tritt, siehe da, auch DER hat einen ganz neuen Weg eingeschlagen….und etwas gemacht, was MANN eigendlich nicht macht….
Ich denke, mit Gottes Hilfe sollte es gelingen, aus der jetztigen Situation herraus zu finden….
……( Schließlich hat er uns ja auch in diese Prüfung hineingeführt )……
Und wie heißt es im Silvester-Lied so schön…….: Hast durch schwere, trübe Zeiten, deine Herde treu gefüht……
Hubert Leiers
Raesfeld



























