Münsterland (pd). Am Mittwoch (29. Juni) haben sich die Münsterland-Landräte zur Landrätekonferenz in Münster getroffen. Das Thema der Polizeior-ganisation in NRW stand dabei ganz oben auf der Agenda. „Garanten für eine bürgernahe Polizei sind die gewählten Landräte als Leiter der Kreispolizeibehörden. Dieses bewährte System muss dringend erhalten werden“, fordern die Landräte aus Warendorf, Coesfeld, Borken und Steinfurt. Ohne die Kreispolizeibehörden in ihrer jetzigen Form stehe die Sicherheit im ländlichen Raum auf dem Spiel, so die Polizeichefs. Ihre Forderung richtet sich an Innenminister Jäger, der in Kürze Maßnahmen zum Bericht der Expertenkommission „Bürgernahe Polizei – den demografischen Wandel gestalten“ vorstellen wird.

Die Einrichtung von Großbehörden wurde unter anderem in dem Bericht vorgeschlagen. „Der Bürger muss an erster Stelle stehen. Bei der Einrichtung von neuen Mammutbehörden mit über 5000 Beamten, wie teilweise gefordert, bleibt die Bürgernähe aber auf der Strecke. Ein dezentrales Behördenmodell, so wie es aktuell aufgestellt ist, ist die Gewähr für schnelles und vor allem bürgernahes Handeln“, so Dr. Gericke, der Sprecher der Münsterland-Landräte.
Mit Sorge sehen die Landräte auch die Personalentwicklung bei der Polizei. „Es ist ja schön und gut, dass die Brennpunktbehörden mehr Personal bekommen. Der ländliche Raum braucht ebenfalls eine Personalunterstützung. Angesichts der drastisch gestiegenen Einbruchskriminalität erwarten die Bürgerinnen und Bürger des Münsterlandes zu Recht mehr Präsenz und eine besserer Aufklä-rung. Es wird Zeit, dass sich der Innenminister gegenüber den Grü-nen durchsetzt und die Strukturdebatte beendet wird“, so Dr. Gericke weiter.
Einhelliges Votum der Landräte: Wir brauchen mehr Polizei und nicht mehr Strukturdebatten.



























