Neun Betriebe im Kreis Borken erhielten verunreinigtes Futter

Neun Betriebe im Kreis Borken erhielten verunreinigtes Futter – Ein Milchviehbetrieb gesperrt / Veterinäre des Kreises Borken leiten Maßnahmen ein

Kreis Borken (pd). Neun Betriebe im Kreis Borken wurden mit Futtermitteln beliefert, die je nach Rezeptur unterschiedliche Anteile von aflatoxinbelastetem Mais enthalten. Diese Nachricht erhielten heute die Veterinäre des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Sie sperrten daraufhin in Absprache mit dem LANUV einen Milchviehbetrieb. Der berechnete Aflatoxingehalt in dem dort angelieferten Kuhfutter lag bei 0,015 mg/kg und damit über dem zulässigen Wert von 0,005 mg/kg. In dem gesperrten Milchviehbetrieb wurde eine Probe entnommen. Mit einem Ergebnis ist höchstwahrscheinlich Ende dieser Woche zu rechnen. Im Futtermittel der übrigen acht betroffenen Betriebe im Kreis Borken wurde diese Obergrenze nicht überschritten. Diese Lieferungen wurden von den Herstellern zurückgeholt, soweit sie noch nicht verfüttert waren.

Bereits seit vergangener Woche überprüft der LANUV die Futtermittelhersteller, die aflatoxinbelasteten Mais aus Niedersachsen verarbeitet und als Fertigfuttermittel an Landwirte ausgeliefert haben. Nach Einschätzungen des Bundesinstitutes für Risikoeinschätzungen in Berlin ist eine Belastung im Fleisch bei Verfütterung aflatoxinbelasteter Futtermittel nicht zu erwarten. In der Milch ist dagegen eine Belastung möglich. Daher liegt der Grenzwert für Aflatoxin bei Futtermitteln für Milchkühe auch niedriger als bei Futtermitteln für Masttiere.