Netzwerk der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten bietet Fortbildungsreihe für Frauen an / Über 60 Veranstaltungen
Kreis Borken (pd). „Kompetenzen nutzen – Horizonte erweitern“: So lautet das Motto der Veranstaltungsreihe „Frau und Beruf“, die das Netzwerk der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in diesem Jahr zum sechsten Mal anbietet. Gemeinsame mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern lädt das Netzwerk Frauen ein, berufliche Perspektiven zu erkunden, den Wiedereinstieg nach der Familienphase vorzubereiten oder die Möglichkeiten einer Selbstständigkeit auszuloten.
„Wir möchten Frauen dabei unterstützen, ihre familiären Aufgaben mit dem Wunsch nach einer Erwerbstätigkeit in Einklang zu bringen und sie ermuntern, ihren beruflichen Wiedereinstieg rechtzeitig und gezielt zu planen“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken, Irmgard Paßerschroer. Die Reihe umfasst zwölf verschiedene Angebote, die jeweils an mehreren Orten im Kreisgebiet stattfinden. Insgesamt stehen bis Ende des Jahres mehr als 60 Veranstaltungen auf dem Programm.
Erstmals dabei sind Informationsabende rund um die Möglichkeiten zur Betreuung von Kindern und ein Angebot der Mentaltrainerin Sonja Hüls. Sie wird Strategien zur Bewältigung und zur Vermeidung von Stress aufzeigen. Neu konzipiert worden ist zudem das Unternehmerinnenforum. Dieses richtet sich an Frauen, die sich vor geraumer Zeit selbstständig gemacht haben und nun die Innovations- und Wachstumsfähigkeit ihres Unternehmens ausbauen möchten. Das Programm liegt ab sofort im Kreishaus sowie in den Rathäusern der 17 Städte und Gemeinden im Kreis Borken aus. Wer sich im Internet einen Überblick verschaffen möchte, findet das Programm der Reihe „Frau und Beruf“ unter www.kreis-borken.de/presselinks.
Bereits am Donnerstag, 2. Februar, heißt es um 19.30 Uhr im Rathaus in Velen „Ich gehe wieder arbeiten – und wer betreut mein Kind?“. Diplom-Sozialarbeiterin Andrea Scherbring vom Kreis Borken wird dann erläutern, wie Eltern die richtige Betreuung für ihr Kind finden und welche finanzielle Unterstützung es gibt. Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema folgen am 15. und 28. Februar in Rhede und Gescher. In Bocholt bieten die Diplom-Sozialpädagoginnen Christiane Schulte und Astrid Schupp aus dem Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Sport der Stadt Bocholt am 9. Februar und am 27. September Abende zu diesem Thema an.
Bereits ein Klassiker ist das „Sprungbrett“, eine Seminarreihe rund um den beruflichen Wiedereinstieg. An jeweils vier Terminen vermitteln erfahrene Fachfrauen den Teilnehmerinnen das Rüstzeug für eine planvolle Rückkehr in den Beruf. Am 6. März startet die Reihe in Stadtlohn/Vreden, am 12. Juni in Gronau, am 4. September in Ahaus/Gescher und am 7. November in Borken. Anmeldungen sind bei den Gleichstellungsbeauftragten vor Ort und für die Termine in Borken beim DRK-Bildungswerk möglich.
Wer schon einen Schritt weiter ist, der ist beim Bewerbungstraining für Frauen richtig, das an vier bzw. fünf Vormittagen in Bocholt und Stadtlohn stattfindet. Bewerbungstipps für Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 17 Jahren hält Edith Brefeld bereit. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gronau bietet im September vier Veranstaltungen zum Thema an.
Tipps und Planungshilfen für (werdende) Mütter und Väter von der Schwangerschaft bis zum Wiedereinstieg in den Beruf vermittelt Sonja Schaten von der Berufsbildungsstätte (BBS) Westmünsterland. Am 9. Februar steht sie von 19.30 bis 21 Uhr im Rathaus in Gronau Rede und Antwort. Es folgen Termine in Borken, Gescher, Raesfeld und Südlohn.
In insgesamt vier Kommunen ist Karin Hartmann, Beauftragte für Chancengleichheit bei der Agentur für Arbeit in Coesfeld, zu Gast. In einem dreistündigen Seminar beantwortet sie Fragen rund um Angebote, die den beruflichen Wiedereinstieg nach der Familienphase erleichtern können. Ihre erste Veranstaltung findet am 22. März von 9 bis 12 Uhr im Rathaus in Reken statt.
Um geringfügige Beschäftigung geht es bei den insgesamt zehn Informationsabenden, die Dagmar Jeske, Gleichstellungsbeauftragte in Südlohn, ab dem 1. März gestaltet. Ab Mitte Mai referiert Elke Kellmann von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen unter dem Titel „Für die Rente ist es nie zu früh“ über die Auswirkungen von Babypause, Teilzeitarbeit und unentgeltlicher Pflegetätigkeit auf die gesetzliche Alterssicherung.
Die Diplom-Mentaltrainerin Sonja Hüls erläutert unter dem Titel „Stressfrei in jeder Situation“ wie es beruflich und privat gelingen kann, der Hektik Grenzen zu setzen. Sie will Frauen ansprechen, die sich trotz vieler zu bewältigender Herausforderungen eine gelassene Grundhaltung und einen klaren Kopf im Alltag wünschen. Am 6. März spricht Sonja Hüls um 19 Uhr im Rathaus in Borken. Es folgen Veranstaltungen in Ahaus, Bocholt, Gescher, Gronau, Reken, Rhede und Vreden. Zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten lädt Anna Grütering-Woeste, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Borken, ein. Am 9. Mai heißt es in Südlohn „Meine Sprache kritisch sehen!“. Auch in Borken, Gescher, Rhede und Stadtlohn wird Grütering-Woeste zu Gast sein.
Mitte April startet das „Unternehmerinnenforum im Kreis Borken“, das die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) anbietet. Es richtet sich an Unternehmerinnen in der Nachgründungsphase. In drei Modulen, die jeweils sechs Unterrichtsstunden umfassen, erfahren die Teilnehmerinnen, wie sie die Innovations- und Wachstumsfähigkeit ihrer Firma stärken können. Dazu werden sie sich unter anderem mit Ziel- und Zeitmanagement, Stressmanagement und professioneller Kommunikation auseinandersetzen. Thema sind auch kaufmännische und steuerliche Fragestellungen. Die Module können auch einzeln gebucht werden. Interessentinnen können sich bei der WFG, Tel.: 02561/979990, anmelden.
Wer dagegen erst mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, der ist bei Ulrike Wegener richtig. Die Gründungsberaterin der WFG steht am 24. April in Bocholt und am 30. Oktober in Stadtlohn Rede und Antwort.
Irmgard Paßerschroer hofft, dass möglichst viele Frauen die vielfältigen Angebote nutzen. „Wir sind überzeugt, dass es sich lohnt.“
Foto: Irmgard Paßerschroer, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken, mit dem Programm der neuen Veranstaltungsreihe, das jetzt im Kreishaus sowie in den Rathäusern der 17 Städte und Gemeinden im Kreis Borken ausliegt.



























