In den frühen Nachmittagstunden des 24. September wurde eine Streifenwagenbesatzung der Herner Polizei in die Innenstadt gerufen – zu einem angeblichen Verkehrsunfall. Bei ihrem Eintreffen stellten die Polizisten gegen 14.30 Uhr fest, dass ein Mercedes so eng zwischen zwei Autos in einer Parklücke stand, dass man wirklich von einem Unfall ausgehen musste. Noch während die Beamten ihren Augen nicht trauten, erschienen zwei der vermeintlichen Unfallbeteiligten an der Örtlichkeit – u.a. der über 70 Jahre alte Mercedesfahrer.
Der rüstige Rentner teilte den Beamten mit, dass er zwar „etwas länger“ für das Einparkmanöver gebraucht habe, die vor und hinter ihm stehende Fahrzeugen seien aber
definitiv nicht touchiert worden. Seine Frau habe im Verlauf der Aktion zwar „zu viel bekommen“ und ein wenig die Nerven verloren, aber er hätte halt Ehrgeiz gezeigt, um die Parklücke „zu packen“. Zum Schluss passte kaum noch eine Zeitung zwischen die Stoßstangen der drei Autos.
Der Besitzer des hinter dem Mercedes stehenden Wagens bestätigte die Aussagen des Seniors. Bei einem Blick aus dem Fenster hatte er die Einparkkünste beobachtet – mit Angstschweiß auf der Stirn, dass es seinen Pkw jeden Moment „erwischen“ würde! Unverrichteter Dinge und mit einem gewissen Respekt vor diesem „Einparkmanöver des Jahres“ fuhren die bass erstaunten Polizeibeamten davon – denn: Ohne Schaden kein Verkehrsunfall!



























