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140 rechtsextreme Straftaten im Kreis Wesel erfasst

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Rechtsextreme Straftaten im Kreis Wesel haben im Jahr 2025 deutlich zugenommen. Nach Angaben der Grünen-Landtagsfraktion wurden 140 politisch rechts motivierte Straftaten erfasst. Im Vorjahr waren es 122 Fälle.

Rechtsextreme Straftaten im Kreis Wesel nehmen zu

Die Zahlen gehen auf eine Abfrage der Grünen-Landtagsfraktion beim NRW-Innenministerium zurück. Für den Kreis Wesel ergibt sich ein Anstieg um 14,8 Prozent.

  • Kreis Wesel: 140 politisch rechts motivierte Straftaten im Jahr 2025, nach 122 Fällen im Jahr 2024.
  • NRW: 6.268 Fälle im Jahr 2025, nach 5.641 Fällen im Vorjahr.
  • Gewalttaten: landesweit 191 Fälle, nach 154 Fällen im Jahr 2024.

Nach Angaben der Fraktion ist das landesweit der höchste Wert seit Einführung des Erfassungssystems im Jahr 2001.

Wille fordert klaren Widerspruch

Der Landtagsabgeordnete Volkhard Wille spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung.

„Jeden Tag werden in NRW im Schnitt 17 rechtsextreme Straftaten verübt. Es ist unerträglich, dass die Anzahl der rechtsextremen Straftaten landesweit und auch bei uns vor Ort zunimmt”, sagt Wille.

„Wir müssen uns als Gesellschaft dagegenstellen, dass viele Menschen alltäglich mit diskriminierenden und menschenverachtenden Äußerungen und Angriffen konfrontiert sind. Jede und jeder ist aufgefordert, menschenverachtendem Gedankengut entschieden zu widersprechen. Nur so können wir dazu beitragen, dass sich alle Menschen auch im Kreis Wesel sicher fühlen können.”

Hasskriminalität im Überblick

Auch in mehreren Bereichen der Hasskriminalität meldet die Fraktion steigende Zahlen.

  • Antisemitische Straftaten stiegen in NRW von 695 auf 786 Fälle.
  • Islamfeindliche Straftaten gingen leicht von 338 auf 330 Fälle zurück.
  • Straftaten gegen die sexuelle Orientierung stiegen von 203 auf 257 Fälle.
  • Antiziganistische Straftaten nahmen von 30 auf 44 Fälle zu.

Bei der politisch rechts motivierten Kriminalität entfielen laut Auswertung viele Taten auf drei Themenfelder: Nationalsozialismus und Sozialdarwinismus, Hasskriminalität sowie Fremdenfeindlichkeit.

Rechtsextremismus als Gefahr für die Demokratie

Wille sieht im Rechtsextremismus weiterhin eine zentrale Gefahr für die Demokratie.

„Nicht zuletzt die anhaltend hohen Umfragewerte der AfD machen deutlich, wie sehr rassistische, antisemitische und rechtsextreme Positionen in der Gesellschaft normalisiert worden sind. Der starke Anstieg von Gewalttaten lässt erkennen, dass aus Worten Taten werden”, sagt er.

Dieser Beitrag erschien zuerst am 27. Mai 2026 auf Schermbeck-Online.de. Autor: Redaktion.

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