StartVermischtesNaturBienenfreundliche Waldränder schützen Insekten und Wälder

Bienenfreundliche Waldränder schützen Insekten und Wälder

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Zum Weltbienentag am 20. Mai weist Wald und Holz NRW auf den Wert artenreicher Waldränder hin. Sie bieten Wildbienen, Hummeln und vielen weiteren Insekten Nahrung, Schutz und Lebensraum.

In Gärten, Wiesen und Wäldern in Nordrhein-Westfalen werden viele bestäubende Insektenarten seltener. Das betrifft nach Angaben von Wald und Holz NRW besonders Wildbienen, Hummeln und andere Insekten, die Wild- und Nutzpflanzen bestäuben und damit zur Artenvielfalt beitragen.

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Während die Honigbiene eng mit dem Menschen verbunden ist, geraten Wildbienen oft weniger in den Blick. In Deutschland sind rund 560 Wildbienenarten heimisch. Viele von ihnen fliegen bereits bei deutlich niedrigeren Temperaturen als Honigbienen und übernehmen damit im Frühjahr und bei schlechtem Wetter eine wichtige Rolle, etwa während der Obstblüte.

Waldränder als Lebensraum für Insekten

Blütenreiche Gärten können Insekten wertvolle Nahrung bieten. Eine wichtige Rolle spielen aber auch Waldränder. Gerade in Waldgebieten, die durch Trockenheit und Borkenkäfer geschädigt wurden, können neue Strukturen naturnah und insektenfreundlich gestaltet werden.

Försterin Petra Knoop von Wald und Holz NRW beschäftigt sich im Forstamt Kurkölnisches Sauerland mit naturnaher Waldrandgestaltung. „Es ist wirklich spannend, was wir mit einem artenreichen Waldrand ganzjährig erreichen können“, sagt Knoop.

Für Bienen, andere Insektenarten und Vögel braucht es eine vielfältige Mischung aus standortgerechten Bäumen und Sträuchern. Geeignet sind nach Angaben von Wald und Holz NRW unter anderem Vogelkirsche, Weiden, Sommer- und Winterlinde sowie Ahorn. Dazu kommen heimische Sträucher wie Weißdorn, Schlehdorn, Haselnuss, Hundsrose, Kornelkirsche, Faulbaum und Schwarzer Holunder.

Blüten vom Frühjahr bis in den Herbst

Entscheidend ist eine Auswahl, die über viele Monate hinweg Nektar und Pollen liefert. Fachleute sprechen von einem sogenannten Trachtfließband. Durch unterschiedliche Blühzeiten entsteht vom Frühjahr bis in den Herbst ein möglichst durchgängiges Angebot bis zur Fruchtbildung.

Auch Nadelbäume können dazu beitragen. Fichten, Tannen, Kiefern und Lärchen werden teils von Rinden- und Schildläusen besiedelt, die Honigtau produzieren. Honigbienen sammeln diesen Honigtau und verarbeiten ihn zu Waldhonig.

Besonders wertvoll sind heimische Straucharten mit hohen Nektar- und Pollenwerten. Dazu zählen Weiden sowie wilde Himbeeren und Brombeeren. Damit ergänzt der Waldrand andere Lebensräume für Insekten in NRW.

Mehr Schutz für junge Pflanzen

Ein naturnaher Waldrand beginnt idealerweise mit einem krautigen Saum. Darauf folgen halbhohe Sträucher und anschließend kleinere Bäume wie Wildobstgehölze oder Weiden. Optimal ist laut Wald und Holz NRW eine Tiefe von 15 bis 30 Metern. Auch schmalere Waldinnenränder seien jedoch besser als gar keine Waldränder.

Empfohlen werden Gruppen von zehn bis zwanzig Pflanzen einer Art. Wichtig ist außerdem der Schutz junger Pflanzen vor Wildverbiss. Bei Dornensträuchern ist ein zusätzlicher Schutz häufig nicht nötig, dennoch sollte der Zustand in den ersten Jahren regelmäßig kontrolliert werden.

Artenreiche Waldränder können zudem Wind bremsen, Wege besser lenken und die Verkehrssicherung entlang angrenzender Strecken erleichtern. Damit gehören sie nicht nur zum Insektenschutz, sondern auch zur praktischen Waldpflege.

Die Aufnahme zeigt einen bienenfreundlichen Waldrand mit Ginster, Kirsche, Vogelbeere und Holunder. Das Bildmaterial wurde von Wald und Holz NRW zur Pressemitteilung bereitgestellt.

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