StartTop NewsSchwan Schloss Raesfeld: Jungtier vom Vorjahr am Südring überfahren

Schwan Schloss Raesfeld: Jungtier vom Vorjahr am Südring überfahren

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Gestern Morgen noch zu dritt: Von sechs Jungschwänen am Schloss Raesfeld sind heute nur noch zwei übrig. Foto: Privat

Ein Schwan vom Schloss Raesfeld, im vergangenen Jahr geschlüpft, ist am Südring überfahren worden. Für die kleine Schwanenfamilie bedeutet das einen weiteren Verlust. Zurück bleiben zwei Tiere. Der Vorfall bewegt viele Menschen im Ort.

Tragischer Fund am Südring

Wer in den vergangenen Wochen am Südring unterwegs war, kennt die Situation: Wasservögel wechseln regelmäßig zwischen dem Teich am Schloss Raesfeld und dem Bürgerpark die Straßenseite.

Genau dort wurde gestern ein junger Schwan überfahren. Das Tier stammte aus dem Nachwuchs des vergangenen Jahres und war am Schloss aufgewachsen.

Eine Raesfelderin berichtet, der Anblick sei „kein besonders schöner“ gewesen. Auch Kinder, die das tote Tier entdeckten, hätten traurig und schockiert reagiert.

Frisch geschlüpfte Schwanenküken am Schloss Raesfeld
Elternglück 2025 mit Küken am Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse (A)

Vom Nachwuchs bleiben zwei Tiere

Im vergangenen Jahr hatte das Schwanenpaar vom Schloss Raesfeld sechs Jungtiere. Die Zahl ist seitdem deutlich zurückgegangen. Bis gestern lebten noch drei Tiere aus diesem Nachwuchs, nun sind es nur noch zwei.

Beliebte Wiese mit viel Betrieb

Die Wiesen rund um Karpfenteich und Bürgerpark gehören zu den beliebtesten Treffpunkten der tierischen Stammgäste in Raesfeld.

Hier spazieren Enten, Gänse und Schwäne fast schon selbstverständlich durchs Grün. Auch ein Storchenpaar schaut regelmäßig vorbei. Man könnte sagen: Der Bereich hat sich längst zu einer kleinen, offenen Wohngemeinschaft entwickelt, nur ohne Mietvertrag, aber mit viel Publikumsverkehr.

Auto hält am Südring in Raesfeld für Gänse im Gänsemarsch auf dem Weg in den Bürgerpark
Auto hält am Südring in Raesfeld für Gänse im Gänsemarsch Richtung Bürgerpark. Foto: Petra Bosse

Bekannter Übergang wird zur Gefahr

Der Abschnitt zwischen Bürgerpark und Karpfenteich ist ein häufiger Weg für die Tiere. Sie queren dort regelmäßig die Straße. Dass Autofahrer nicht immer rechtzeitig reagieren, zeigt der aktuelle Vorfall erneut.

Appell für mehr Rücksicht

Die Situation ist bekannt. Umso wichtiger ist es, am Südring aufmerksam zu fahren und das Tempo zu reduzieren. Schon wenige Minuten Geduld können entscheidend sein. Wenn Fahrzeuge rechtzeitig abbremsen, können die verbliebenen zwei Schwäne die Straße sicher überqueren.

Hoffnung bleibt

Noch haben die beiden Tiere eine Chance. Ob sie überleben, hängt auch davon ab, wie rücksichtsvoll sich Menschen im Straßenverkehr verhalten.

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