Die Pumptrack-Anlage Raesfeld bleibt Thema im Gemeinderat. In der Ratssitzung am Montag hat der Rat beschlossen, mögliche neue Standorte für eine stationäre Anlage zu prüfen. Zuvor hatten Kinder und Jugendliche bei einer Besichtigung eine mobile Variante klar abgelehnt (wir berichteten).
Die Gemeinde Raesfeld soll neue Standorte für eine Pumptrack-Anlage prüfen. Das hat der Rat am Montagabend einstimmig beschlossen. Wie bereits angekündigt, zogen die Fraktionen von CDU und SPD zuvor ihren gemeinsamen Antrag zurück, versuchsweise eine mobile Anlage auf dem Bolzplatz an der Straße Zum Esch aufzustellen.
Eindeutige Rückmeldung zur Pumptrack-Anlage Raesfeld
Dr. Bernhard Bonhoff, Vorsitzender der CDU-Fraktion, begründete den Rückzug des Antrags mit dem zeitlichen Ablauf des Projekts. Die geplante Besichtigung einer mobilen Anlage mit Kindern und Jugendlichen in Südlohn habe wetterbedingt erst Ende Februar stattfinden können.
Hinzu kam die klare Rückmeldung der Kinder. Diese sei, so Bonhoff, „so eindeutig“ zugunsten einer stationären und gegen eine mobile Anlage ausgefallen, dass CDU und SPD aus Kostengründen auf den Versuch verzichten wollen. Die Kosten hätten bei rund 13.000 Euro gelegen.
Bonhoff verwies außerdem auf die Einschätzung eines Betreibers einer mobilen Anlage. Demnach werde diese Variante kaum genutzt. Mehr als zwei oder drei Runden würden Kinder darauf selten fahren. Als möglichen Standort brachte er die Fläche am Pastors Busch ins Gespräch. CDU und SPD wollen sich daher auf eine stationäre Pumptrack-Anlage konzentrieren.
Weniger Lärm bei stationärer Anlage
Auch Sonja Köhler (SPD) nahm an der Besichtigung teil. Sie berichtete, dass sich sehr schnell gezeigt habe, dass Kinder an einer mobilen Pumptrack-Anlage kaum Interesse hätten.
Zudem bestätigte sie die Einschätzung der CDU-Fraktion zum Lärm. Durch die hohle Bauweise verursache eine mobile Anlage deutlich mehr Geräusche. „Es gab viel weniger Lärm bei der stationären Anlage“, sagte sie. „Es war sehr ruhig, das war beeindruckend.“
Nach ihren Beobachtungen sei im Gegensatz eine Anlage auf Asphalt mit fester Grundlage sehr leise. „Es war schon beeindruckend, wie ruhig es dort gewesen ist“, so Köhler. Schmunzelnd ergänzte sie, dass sich die Kinder allerdings Musik an der Anlage gewünscht hätten.
Baurechtliche Fragen beim Standort Pastors Busch
Nach dem Beschluss des Rates soll die Verwaltung nun prüfen, ob eine stationäre Pumptrack-Anlage am Pastors Busch an der Marbecker Straße möglich ist. Als Alternativstandort schlugen CDU und SPD den Sportplatz in Erle vor.
Henry Tünte, Vorsitzender der Grünen-Fraktion, erinnerte jedoch an eine frühere Einschätzung der Gemeinde. Demnach könnte der Standort Pastors Busch wegen der bestehenden Skateanlage aus baurechtlichen Gründen problematisch sein.
Rückblick auf frühere Standortdebatte
Bereits im Dezember 2022 hatte die SPD-Fraktion einen Antrag für den Bau einer Pumptrack-Anlage gestellt. Als möglichen Standort brachte Ratsmitglied Rybarczyk damals den Bereich nahe der Skateranlage am Pastors Busch ins Gespräch. Auch die Nähe zur Julia-Koppers-Gesamtschule und zum Ortskern sprach aus Sicht der Antragsteller für diesen Standort.
Die Verwaltung hatte sich später ebenfalls mit möglichen Alternativen beschäftigt. In einer Vorlage vom 10. März 2025 hieß es, man habe sich „nach einem Alternativstandort umgesehen, an dem diese Schwierigkeiten nicht zu erwarten sind“.
Aus Sicht der Verwaltung komme dafür der westliche Teil der Festwiese in Betracht, unmittelbar angrenzend an die Zweifach-Sporthalle. Auch bei einer Umsetzung an dieser Stelle bliebe eine ausreichend große Fläche für Großveranstaltungen wie Karneval oder Schützenfeste erhalten.
Allerdings hatten unter anderem Vertreter des Schützenvereins damals Bedenken geäußert. Sie befürchteten, dass eine Pumptrack-Anlage an dieser Stelle Veranstaltungen wie Schützenfest und Paraden beeinträchtigen könnte.



























