StartKreis BorkenZahl der E-Scooter-Unfälle im Kreis Borken hat sich verdoppelt

Zahl der E-Scooter-Unfälle im Kreis Borken hat sich verdoppelt

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Nach Angaben der Polizei wurden im Jahr 2023 noch 24 Unfälle registriert, im Jahr 2024 waren es bereits 51. Symbolfoto (KI-generiert)

Im Kreis Borken ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit E-Scootern deutlich gestiegen. Nach Angaben der Polizei wurden im Jahr 2023 noch 24 Unfälle registriert, im Jahr 2024 waren es bereits 51.

Damit habe sich die Zahl der Unfälle mehr als verdoppelt. Für das Jahr 2025 zeichne sich bereits eine weitere Zunahme ab.

Polizei warnt vor Leichtsinn im Straßenverkehr

„E-Scooter gehören längst zum Stadtbild – aber sie sind kein Spielzeug“, betont Dominik Rezler, Direktionsleiter Verkehr der Kreispolizeibehörde Borken. Viele Nutzerinnen und Nutzer unterschätzten die Geschwindigkeit oder seien mit den Verkehrsregeln nicht ausreichend vertraut. Häufige Unfallursachen seien Fahrfehler, Ablenkung – etwa durch Smartphones –, unangepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkoholeinfluss.

Immer wieder würden E-Scooter zudem auf Gehwegen oder zu zweit genutzt. Beides sei verboten und erhöhe das Unfallrisiko erheblich.

Klare Regeln für sicheres Fahren

Nach Angaben der Polizei dürfen E-Scooter ausschließlich auf Radwegen oder – sofern kein Radweg vorhanden ist – auf der Fahrbahn gefahren werden. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Zwar bestehe keine Helmpflicht, dennoch empfehle die Polizei dringend das Tragen eines Helms. „Ein Helm kann bei einem Sturz schwere Kopfverletzungen verhindern. Bei nahezu allen zurückliegenden tödlichen Verkehrsunfällen von Zweiradfahrenden wurde kein Helm getragen“, heißt es aus der Behörde.

Auch beim Thema Alkohol gelten klare Grenzen: Für E-Scooter-Fahrende gelten dieselben Promillewerte wie für Autofahrende. Wer alkoholisiert unterwegs ist, riskiere Bußgelder, Punkte und im schlimmsten Fall den Führerschein.

Aufklärung und Kontrollen im Fokus

Die Kreispolizeibehörde Borken will das Thema E-Scooter weiterhin in den Mittelpunkt ihrer Verkehrssicherheitsarbeit stellen. Neben gezielten Kontrollen setze sie auf Prävention und Aufklärung – insbesondere bei jüngeren Fahrerinnen und Fahrern. „Unser Ziel ist es, die Zahl der Unfälle wieder zu senken und das Bewusstsein für sicheres Verhalten zu stärken“, erklärt Rezler. „Rücksicht, Vorsicht und Verantwortung – das gilt auf dem E-Scooter genauso wie am Steuer eines Autos.“

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