Das erste Netzwerktreffen Kinderschutz der Stadt Borken stand in dieser Woche unter dem Motto „Starke Kinder – Starke Zukunft“.
Im FARB Forum Altes Rathaus kamen zahlreiche Fachkräfte aus Schule, Kindertagesbetreuung, freien Trägern und Bildungseinrichtungen zusammen, um sich über aktuelle Themen des Kinderschutzes auszutauschen.
Austausch und gemeinsames Ziel
Vertreten waren unter anderem die Caritas Borken, die Evangelische Jugendhilfe, das Jugendwerk Borken e. V., die Fabi, die Remigius-Bücherei sowie die pädagogische Leitung des Fachbereichs Soziale Dienste der Stadt Borken.
Das Landeskinderschutzgesetz NRW von 2022 sieht regelmäßige regionale Netzwerktreffen vor, um den Schutz von Kindern zu stärken und die Kooperation der Institutionen zu fördern. „Das Treffen war sehr lebendig und geprägt von einem offenen, wertschätzenden Austausch“, berichtete Birgit Lütjann-Nienhaus, Netzkoordinatorin Kinderschutz der Stadt Borken. „Unser Ziel ist es, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Kinder in Borken stark, sicher und gut begleitet aufwachsen.“
Themen und Planungen für 2026
Im Mittelpunkt des Treffens standen das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch über bestehende Aktivitäten und die Planung gemeinsamer Schritte. Die Teilnehmenden einigten sich darauf, das Netzwerk künftig zweimal jährlich einzuberufen. Außerdem soll ein Steckbrief aller Kooperationspartner entstehen, um Angebote und Zuständigkeiten transparent darzustellen.
Als Fortbildungswünsche nannten die Teilnehmenden insbesondere Verfahrensabläufe im Bereich Kinderschutz sowie inklusiven Kinderschutz. Bereits in diesem Jahr finden zwei Fortbildungen zu den Verfahrensabläufen bei Kindeswohlgefährdung statt – am 5. November 2025 für den Bereich Kindertagesbetreuung und am 19. November 2025 für den Bereich Schulen.
Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit den Sozialen Diensten der Stadt Borken und Fachkräften des Caritasverbandes für das Dekanat Borken vorbereitet. Anmeldungen sind telefonisch unter 02861 / 939 375 möglich.
Neue Fachstelle und Erfahrungsberichte
Zum Abschluss stellten Gudrun Weber und Daniela Schmidt-Grewing vom Caritasverband für das Dekanat Borken die neu gegründete Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt vor und beantworteten zahlreiche Fragen.
Dagmar Reimer, Opferschutzbeauftragte der Polizei Borken, ergänzte spontan einen eindrucksvollen Bericht aus ihrer Arbeit und erläuterte den Unterschied zwischen der Tätigkeit von Beratungsstellen und der polizeilichen Arbeit.
Ausblick
Die nächsten Netzwerktreffen sind für den 11. März 2026 und den 6. Oktober 2026 geplant. Sie finden jeweils von 16 bis 18 Uhr im „Zwölf26“ im Borkener Rathaus statt. Eingeladen sind alle Träger, Vereine und Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und sich aktiv am Kinderschutz in Borken beteiligen möchten.



























