In Raesfeld leben derzeit 310 Flüchtlinge, verteilt auf Unterkünfte in Raesfeld, Erle und Homer. Die Zahl der Zuweisungen ist im laufenden Jahr deutlich gesunken und erreicht bislang nur rund 40 Prozent des Vorjahres.
In ihrer letzten Ratssitzung dieser Wahlperiode stellte die Gemeinde Raesfeld am Montag die aktuellen Zahlen zur Flüchtlingssituation vor.
Bevölkerung in Raesfeld
Die Gemeinde Raesfeld zählt insgesamt 11.829 Einwohner. Davon besitzen 11.067 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit, was einem Anteil von 93,56 Prozent entspricht. Weitere 229 Einwohner (1,94 Prozent) stammen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten, 533 Personen (4,51 Prozent) kommen aus Drittstaaten.
Flüchtlinge wohnen in Raesfeld, Erle und Homer
Laut Verwaltung sind die Flüchtlinge auf mehrere Standorte verteilt: In Raesfeld gibt es 36 Unterkünfte mit insgesamt 281 Personen. In Erle sind drei Unterkünfte mit 25 Personen belegt, in Homer leben vier Personen.
Ordnungsamtsleiter Norbert Altrogge erklärte, dass die Zahl der Zuweisungen in diesem Jahr deutlich rückläufig sei. Im Jahr 2024 habe die Gemeinde noch 68 Menschen zugewiesen bekommen, bis Ende Mai 2025 seien es nur 27 gewesen.
Damit liegt der Wert bei knapp 40 Prozent des Vorjahresniveaus. Zum Vergleich: 2022 lag die Zahl bei 155, im Jahr 2023 bei 116 Zuweisungen.
Herkunft der Flüchtlinge
Unter den 27 zugewiesenen Menschen bis Mitte Mai 2025 befanden sich nach Angaben der Verwaltung zwölf Ukrainer, vier Personen aus Afghanistan, zwei aus Eritrea, zwei aus dem Iran und zwei aus der Türkei. Weitere Flüchtlinge stammten jeweils aus Angola, Guinea, dem Libanon, Pakistan und Somalia. Neue Flüchtlinge aus Syrien gab es nicht.
Ganz aktuell seien zwei Familien aus Afghanistan aufgenommen worden. Dabei handele es sich, so Altrogge, um ehemalige Ortskräfte und gefährdete Personen.
Flüchtlinge in Raesfeld: Herkunftsländer gesamt im Überblick
Die größte Gruppe unter den in Raesfeld lebenden Flüchtlingen stammt aus der Ukraine mit einem Anteil von 21,82 Prozent. Knapp dahinter folgt Syrien mit 20,75 Prozent sowie Afghanistan mit 6,26 Prozent und die Türkei mit 5,90 Prozent.
Weitere Herkunftsländer sind:
- Serbien: 4,47 %
- Kosovo: 4,65 %
- Bosnien-Herzegowina: 4,29 %
- Eritrea: 3,04 %
- Russland: 2,50 %
- Iran: 1,79 %
- Guinea: 1,61 %
- Irak: 1,43 %
Darüber hinaus entfällt ein Anteil von 16,82 Prozent auf sonstige Herkunftsländer.
Unterstützung und Integration
Die Betreuung der Flüchtlinge liege bei Integrationsbeauftragter Nicole Höbing. „Alle Alltagsfragen wie Anträge, Schule, Kita fallen bei mir an“, sagte sie. Neben persönlichen Besuchen gebe es zweimal wöchentlich eine Sprechstunde.
Unverzichtbar seien auch die rund 30 Familienpaten, die sich in der Kleiderkammer oder im Fahrradkeller engagierten. Diese organisierten nicht nur Aktionen für Mütter und Kinder, sondern planten auch weitere Angebote, wie etwa ein gemeinsames Laternenbasteln zu St. Martin.
Dank an die Ehrenamtlichen
CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker hob die Bedeutung der Helfer hervor: „Danke an alle Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Sie haben uns eine ganze Menge abgenommen und auch für ein gutes Miteinander in der Gemeinde gesorgt haben.“



























