Weiter geht es mit Frage 15: Wie wollen Sie das Ehrenamt, Vereine und das kulturelle Leben in Raesfeld stärker unterstützen? Die Fragen beantworten Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Kultur, Ehrenamt und Vereinsleben
Wie wollen Sie das Ehrenamt, Vereine und das kulturelle Leben in Raesfeld stärker unterstützen?
Dirk Kuhmann
Die Unterstützung der Vereinsarbeit sowie des Ehrenamtes in Raesfeld, Erle und Homer zählt für mich zu einem Eckpfeiler einer funktionierenden Gemeinde. Die Vereine und ehrenamtlich tätigen Personen leisten unglaubliche Arbeit. An dieser Stelle möchte ich bewusst niemanden hervorheben.
Die wichtige gesellschaftliche Arbeit ist so vielfältig und bedeutend, dass ich den Menschen nicht gerecht würde, wenn ich an dieser Stelle ein Ehrenamt oder einen Verein besonders erwähnen würde. Ich freue mich über diese Vielfältigkeit und Angebotsbreite und möchte die erfolgreiche und vertrauensvolle Arbeit weiter fortsetzen.
Die Menschen in den Vereinen und anderen Ehrenamtlichen haben einen erheblichen Anteil an der Entwicklung, Förderung und Begleitung unserer Kinder, junger und älterer Menschen, Familien und an dem Gemeinwohl. Folglich gehören sie auch weiterhin unterstützt. Ich kann mir vorstellen, dem Ehrenamt durch eine Ehrenamtskoordinatorin/einen -koordinator, die Wertschätzung und den Respekt zukommen zu lassen, den die ehrenamtlich tätigen Menschen verdienen und erhalten sollten.
Das Ehrenamt soll gestärkt werden und eine spürbare Wertschätzung erhalten. Die Ehrenamtskoordinatorin/ der -koordinator soll sich als Ansprechpartner/in verstehen und sich um die Belange des Ehrenamts kümmern. Dieses könnte u. a. in der Form geschehen, dass Menschen, die an einem Ehrenamt interessiert sind, sich dort melden und entsprechend ihrer Interessen und Neigungen in ein Ehrenamt vermittelt werden. Das könnte beispielsweise als Fahrer/in eines Bürgerbusses sein oder als jemand, der mit (älteren) bewegungseingeschränkten Menschen einen Spaziergang mit dem Rollstuhl oder den Rollfietsen unternimmt.
Johannes Ostermann
Das Ehrenamt, die Vereine und das kulturelle Leben sind zentral für das Gemeinschaftsleben und den Zusammenhalt. Sie brauchen mehr als Anerkennung, praktische Unterstützung ist entscheidend.
Ich möchte Fördermittel für Vereine ausbauen und den Zugang dazu unbürokratischer gestalten. Ein Ehrenamtskoordinator soll als zentrale Anlaufstelle Vereine und Ehrenamtler beraten, bei Anträgen helfen und den Austausch mit dem Rathaus fördern. Regelmäßige Treffen und offene Sprechstunden sollen den Dialog stärken. Kinder und Jugendliche sollen nicht aus finanziellen Gründen vom Vereinsleben ausgeschlossen sein. Zuschüsse für Mitgliedsbeiträge, etwa im Sport, sind hier ein wichtiges Instrument.
Andreas Erzkamp
Als jemand, der selbst als Feuerwehrmann und stellvertretender Vorsitzender der AWO-Raesfeld Verantwortung trägt, weiß ich: Ehrenamt braucht mehr als warme Worte. Ich setze mich für ein Ehrenamtsbudget, unbürokratische Unterstützung und einen jährlichen Ehrenamtstag ein.
Jonathan Schmidt
Ein Ehrenamtskoordinator soll Vereine aktiv unterstützen. Mit Beratung, Förderung und Wertschätzung. Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Gemeinde. Ich spreche als 1. Vorsitzender zweier Fördervereine aus Erfahrung.
Ich werde als Bürgermeister aktiv auf die Vereine zugehen und explizit nach deren benötigten Unterstützung fragen. Nicht nur einmal nach der Wahl, sondern kontinuierlich. Wenn Bürger schon freiwillig viel Zeit ins Ehrenamt und somit in unsere Gemeinde stecken, sollen diese auch entsprechend gehört und unterstützt werden.
Aktuell wird aus meiner Sicht zu viel nur über das Ehrenamt geredet, anstatt aktiv mit anzupacken. Ich kann mir unter anderem als ein kleines Dankeschön zum Beispiel ein jährliches, großes Ehrenamtsgrillen vorstellen. Ich bin im Ehrenamt sehr aktiv und das nicht nur erst seit dem Wahlkampf. Ich weiß wo es klemmt und wo potenzial für Verbesserungen gibt.
Frage 16 wird sein: Welche Ideen haben Sie, um generationenübergreifende Projekte oder Treffpunkte im Ort zu fördern?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.



























