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Gemeinde plant für Erle: Neuer Dorfplatz als Treffpunkt für alle

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In Erle tut sich was: Die Gemeinde Raesfeld plant einen neuen Dorfplatz direkt neben dem entstehenden Dorfgemeinschaftshaus HUB ERLE auf dem Gelände der ehemaligen Hofstelle Böckenhoff. Am 2. Juni befasst sich der Bauausschuss mit der aktualisierten Planung und der Finanzierung des Projekts.

Laut Daniel Knufmann von der Stabstelle „Dorfentwicklung“ solle der neue Platz zu einem lebendigen Treffpunkt für den Ortsteil werden. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Verwaltung auf rund 1,25 Millionen Euro. Geplant ist eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten.

Dorfplatz in Erle Schermbecker Straße
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Dorfplatz ergänzt das neue Gemeinschaftshaus

Schon 2019 erstellte die Gemeinde einen ersten Entwurf für den Platz. Das Dorfentwicklungskonzept von 2020 weist das Gelände neben dem neuen Dorfgemeinschaftshaus als geeignete Fläche für einen zentralen Dorfplatz aus. Die Bezirksregierung Münster bewilligte zunächst Fördermittel, zog diese jedoch 2023 zurück – unter anderem wegen pandemiebedingter Verzögerungen beim Hausbau und einem Pächterwechsel.

Nach dem Richtfest am 28. Mai und deutlichen Baufortschritten beantragte die Verwaltung erneut Fördermittel. Grundlage ist eine aktualisierte Planung mit angepasster Kostenschätzung. Bauamtsleiter Bernd Roters stellt die Details in der Ausschusssitzung vor.

Dorfplatz Erle im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Im hinteren Bereich des Platzes ist zusätzlich eine Remise als Lagerraum für die Brennerei geplant. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Veranstaltungsfläche, Spielgeräte und ein Stück Dorfgeschichte

Der neue Dorfplatz soll eine gesonderte 35 mal 12 Meter große Freifläche bieten – geeignet für den Erler Schützenverein, Flohmärkte oder ähnliche Veranstaltungen. Spielgeräte machen den Platz besonders attraktiv für Familien mit Kindern. Eine kleine Wasserfontäne ist ebenfalls geplant und soll im Sommer für Abkühlung sorgen und den Platz beleben.

Neu geplanter Dorfplatz
Frontansicht: Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Geplant ist eine Rundbank mit Wasserfontäne rumd die alte Destilliersäule.. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Ein markantes Element bleibt erhalten: die große Eiche, die vor rund 38 Jahren von der Tochter des damaligen Hofbesitzers Johannes Böckenhoff als Ableger der Femeiche gepflanzt wurde. Die Eiche wird in die Gestaltung integriert und soll künftig Schatten spenden.

Auch ein Stück Dorfgeschichte kehrt zurück: Die restaurierte Destilliersäule soll wieder einen festen Platz auf dem neuen Areal erhalten. „Diese hat Johannes Böckenhoff abholen und neu aufpolieren lassen. Sie strahlt jetzt in neuem Glanz“, bestätigt heute auf Nachfrage Dirk Böckenhoff.

Verwaltung setzt auf zweistufiges Vorgehen

Die Verwaltung setzt auf eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten. Zunächst entsteht der direkte Außenbereich um das Dorfgemeinschaftshaus. Dieser Abschnitt schafft die Voraussetzung für eine barrierefreie Erschließung und eine mögliche Außengastronomie. Im zweiten Schritt folgt der eigentliche Dorfplatz.

Die Gemeinde plant, das Dorfgemeinschaftshaus Ende 2025/Januar 2026 zu eröffnen. Damit der Vorplatz bis dahin fertig ist, will die Verwaltung die erste Bauphase schnellstmöglich ausschreiben. „Wir empfehlen, das Vergabeverfahren für den ersten Teilabschnitt zügig einzuleiten, um Verzögerungen zu vermeiden“, heißt es aus der Stabstelle Dorfentwicklung.

Geplanter Dorfplatz auf der Hofstelle ehemals Böckenhoff HUB Erle
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Finanzierung: Ausschuss soll Mittelbeschluss fassen

Die fortgeschriebene Planung veranschlagt rund 1,25 Millionen Euro. Im Haushalt für 2025 und 2026 seien bislang 700.000 Euro eingeplant – basierend auf der alten Schätzung von 2019. Die neue Planung zeigt eine Kostensteigerung. Sie dient als Grundlage für den aktuellen Förderantrag.

Die Förderhöchstgrenze liege bei 250.000 Euro. Die Bezirksregierung Münster fordere, so teilt Knufmann weiter mit, im Rahmen des Antrags einen Nachweis über die Gesamtfinanzierung. Diesen Nachweis kann die Gemeinde nur durch einen Rats- oder Ausschussbeschluss erbringen. Der Bauausschuss soll daher nicht nur über die Planung beraten, sondern auch formell die Finanzierung sichern.

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