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Meritenmedaille für Helden – und wenn’s lümmelt, gibt’s ’nen Orden!

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Lümmelorden mit Augenzwinkern – Kalender-Scherz sorgt für Lacher. Meriten-Medaille für die Feuerwehr. Sie rennt, wenn’s brennt – und das seit 125 Jahren! Ob lodernde Flammen, überschwemmte Keller oder eine Katze, die teilweise nicht aus dem Baum kommen will – die Freiwillige Feuerwehr Raesfeld und Erle ist stets zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Ein Einsatz, der nicht selbstverständlich ist – und genau deshalb wurde die Feuerwehr am Sonntag beim traditionellen Prinzenfrühschoppen mit der Meritenmedaille geehrt.

Meritenmedaille für die Feuerwehr Raesfeld
Foto: Tamara Graf

Feuerwehr für 125 Jahre Dienst ausgezeichnet

Ihr 125-jähriges Bestehen war Grund genug, sie mit der Meritenmedaille zu ehren. In einer feierlichen Laudatio brachte der RRZ seine Hochachtung für die ehrenamtlichen Retter zum Ausdruck. André Szczesny nahm stellvertretend Urkunde und Medaille entgegen und betonte schmunzelnd: „Wir machen unseren Job gerne – und das für euch alle.“

Meritenmedaille 2025 überreicht an Andre Szczesny Leiter Feuerwehr Raesfeld
Leiter der Feuerwehr André Szczesny nahm die Auszeichnung entgegen. Foto: Tamara Graf

Lümmelorden nach Jahren der Abstinenz

Doch nicht nur die Feuerwehr durfte sich beim traditionellen Prinzenfrühschoppen am Sonntag nach dem karnevalistischen Gottesdienst über eine Auszeichnung freuen – auch der legendäre Lümmelorden fand nach Jahren der Abstinenz endlich wieder einen würdigen Empfänger. Und die Geschichte dahinter beweist: In Raesfeld nimmt man selbst die alltäglichen Herausforderungen mit Humor!

Maria Kowalsky nahm den Lümmelorden mit Humor entgegen
Maria Kowalsky, Vors. OMR, nahm mit Humor den Lümmelorden 2025 entgegen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Foto: Privat

Lümmelorden – Rarität in Raesfeld

Dass der Lümmelorden in Raesfeld eine Rarität geworden war, konnte niemand besser bestätigen als Lars Melis, 2. Vorsitzender des Raesfelder Rosenmontagszuges (RRZ). Jahrelang blieben die begehrten Trophäe unberührt – nicht etwa, weil es an Lümmeligkeiten mangelte, sondern weil schlicht keine passenden Vorschläge eintrudelten. Doch in diesem Jahr war es endlich wieder so weit: Der Lümmelorden feierte sein Comeback – und das mit einer Geschichte, die beweist, dass Humor im Ort noch längst nicht ausgestorben ist.

Die Geschichte hinter dem Lümmelorden

Und dann kam er – der Moment, auf den alle gewartet hatten: Die Verleihung des Lümmelordens. Die Ehre, ihm entgegenzunehmen, fiel in diesem Jahr auf das Ortsmarketing Raesfeld, vertreten durch Maria Kowalsky, Arno Brömmel und Reinhard Nießing. Und die Geschichte dahinter? Nun, sie begann mit einem Mann, einer Mülltonne – und einer sehr kleinen Schrift.

„Nächstes Jahr legen wir eine Lesebrille bei!“

Peter Welsing, stolzer Besitzer des Familienkalenders des Ortsmarketings, wollte sich lediglich über die Abfuhrzeiten seiner Mülltonnen informieren (wir berichteten). Doch was er stattdessen fand, war eine Herausforderung für seine Sehkraft. Bewaffnet mit Lupe einer kämpfte er sich durch die winzige Schriftgröße und tat das einzig Vernünftige: Er schrieb eine amüsante Beschwerde-Mail an den RRZ. Die Jury des Lümmelordens erkannte den Humor der Situation sofort – und der Empfänger der diesjährigen Auszeichnung war gefunden.

Maria Kowalsky nahm den Orden mit einem Lachen entgegen und kommentierte augenzwinkernd: „Nächstes Jahr legen wir eine Lesebrille bei!“

Mit reichlich Humor, ausgelassener Stimmung und einem klaren Zeichen, dass in Raesfeld die Tradition der Lümmeligkeiten wieder auflebt, ging ein närrisches Wochenende zu Ende.

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