630 Langzeitarbeitslose weniger als vor einem Jahr

„Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ meldet neues Rekordtief / Landrat Dr. Kai Zwicker: „Auch ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger profitieren vom Aufschwung“

Kreis Borken (pd). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis Borken geht weiter zurück. Insgesamt 5.148 erwerbsfähige Hilfebedürftige waren im November als arbeitslos registriert. Das teilt der „Service-Punkt ARBEIT im Kreis Borken“ mit. Im Vergleich zum Vormonat Oktober ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 43 Personen zurückgegangen, gegenüber dem Vorjahresmonat zählt der Service-Punkt ARBEIT 630 Langzeitarbeitslose weniger. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist auf 2,6 Prozent gesunken. Das ist der tiefste Stand seit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Jahr 2005.

Auch die absolute Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung für Arbeitsuchende ist im November zurückgegangen. Aktuell erhalten 8.854 Bedarfsgemeinschaften (-99) mit 18.833 Personen (-190) diese Grundsicherung nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II). Zu dieser Gruppe gehören auch Kinder unter 15 Jahren sowie weitere nicht erwerbsfähige Angehörige.

Landrat Dr. Kai Zwicker ist erfreut, dass die Zahlen trotz der schlechten Witterungsverhältnisse im November weiter gesunken sind. „Das zeigt, dass der wirtschaftliche Aufschwung robust ist“, so Zwicker. Von dieser Entwicklung profitieren auch viele ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Unter ihnen ist die Zahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die als arbeitslos registriert sind, im Laufe des Jahres um rund 15 Prozent auf aktuell 786 Personen gesunken. Sie liegen damit im Gesamttrend.

Der Blick in die Zahlen für die Städte und Gemeinden des Kreises zeigt, dass im November nur geringfügige Veränderungen zu verzeichnen sind. In Bocholt ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit -21 Personen absolut am stärksten zurückgegangen, gefolgt von Gronau mit -10 und Reken mit -9 Personen. In Ahaus (+9 Personen), Vreden (+8 Personen) und Rhede (+6 Personen) ist die Zahl der langzeitarbeitslosen Personen leicht gestiegen. Gegenüber dem November 2009 hat Ahaus mit -147 Personen den stärksten Rückgang, Gescher mit +32 Personen den stärksten Anstieg bei der Zahl der Langzeitarbeitslosen zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.

Für das Kreisgebiet liegt diese Quote wie im Vormonat bei 2,1 Prozent. Die höchste Belastung weist weiterhin die Stadt Bocholt mit 3,2 Prozent aus, gefolgt von Borken und Gronau mit 3,0 Prozent. Einen leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat können Reken und Raesfeld (-0,1%) aufweisen. Die Gemeinden Heek, Heiden, Legden, Raesfeld, Schöppingen und Südlohn haben mit unter einem Prozent die geringsten Quoten im Kreisgebiet.