StartGemeinde RaesfeldGemälde für die Villa Becker – Eine wertvolle Erinnerung

Gemälde für die Villa Becker – Eine wertvolle Erinnerung

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Vier Gemälde der Familie Becker. Eine Schenkung der Nachkommen an die Gemeinde Raesfeld

Die Nachkommen der einst angesehenen Unternehmerfamilie Becker waren zu Gast in Raesfeld, dank der Organisation von Dr. Florian Böllhoff, einem weiteren Enkel des damaligen Webereibesitzers aus Raesfeld. Anlässlich dieser Familienzusammenkunft überreichte die Gruppe der Gemeinde Raesfeld großzügige Gemälde aus dem Familienbesitz.

Es handelt sich dabei um zwei Ölgemälde, welche die Urgroßeltern Friderike und Johann Becker porträtieren, sowie zwei beeindruckende Zeichnungen der Großeltern Bernhard und Berta Becker.

Bildübergabe-Villa-Becker
Nachkommen der damaligen Webereibesitzer Becker waren zu Besuch in Raesfeld: Prof. Dr. Wilhelm Klüsche, Norbert Klüsche, Dr. Florian Böllhoff (mit Bild der Urgroßmutter Friederike Becker), Erster Beigeordneter Markus Büsken, Bürgermeister Martin Tesing, Adelheid Böllhoff, Thomas Klüsche (mit Bild des Urgroßvaters Johann Becker), Christa Becker(mit Bild des Großvaters Bernhard Becker), Dr. Franz Johann Becker (mit Bild der Großmutter Berta Becker), Pater Daniel Klüsche OSB.(v.l.)Foto: Gemeinde Raesfeld

Villa ist heute im Eigentum der Gemeinde

Johann Becker war der Gründer der gleichnamigen ehemaligen Leinenweberei in Raesfeld. Sein Sohn Bernhard war langjähriger geschäftsführender Gesellschafter der Firma. Die Familie lebte mit ihren vier Kindern in der Villa Becker an der Weseler Straße. Heute ist die Villa im Eigentum der Gemeinde Raesfeld und beheimatet insbesondere das Bildungswerk Raesfeld.

Zuvor diente sie zwischen 1978 und 1983 als Gemeindeverwaltungsgebäude, bevor die Verwaltung in das neue Rathaus umzog. Die Leinenweberei der Beckers bekannt sich am Linnenweg in Raesfeld und wurde in den 1980er Jahren nach längerem Leerstand abgerissen.

Kindheitserinnerungen

Die angereiste Gruppe von acht Enkeln, die heute in ganz Deutschland verstreut leben, schwelgte bei einer Besichtigung der Villa Becker in Kindheitserinnerungen. Zum Ende des zweiten Weltkriegs lebten sie alle für längere Zeit bei den Großeltern, um auf dem Land sicherer zu sein. Daher waren vor allem die Kellerräume der Villa interessant, in denen man sich in den letzten Kriegswochen vor den anrückenden englischen Soldaten Schutz suchte.

Weiteres Kunstwerk für die Gemeinde in Aussicht

Die Enkel, darunter Professor Dr. Wilhelm Klüsche und Dr. Florian Böllhoff, tauschten bei einem anschließenden Rundgang durch den Ortskern von Raesfeld Erinnerungen aus. Auch ein Besuch der Schlossfreiheit sowie eine Führung durch das Heimatmuseum ließen vergangene Zeiten wieder lebendig werden. Zugleich ließ sie durchblicken, dass möglicherweise noch ein weiteres Kunstwerk aus dem Familienbesitz der Gemeinde Raesfeld geschenkt werden könnte.

„Wir danken den Nachkommen der Unternehmerfamilie Becker ganz herzlich für die Bilder, die so ihren Weg zurück in die Villa Becker gefunden haben“, sagt Bürgermeister Martin Tesing. „Genau solche Dinge sind wichtig, um unsere Dorfgeschichte präsent zu machen,“, so Bürgermeister Martin Tesing.

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