Mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Wolf in Erle oder Raesfeld

In Sachen Wolf nehmen Vermutungen mittlerweile kuriose Formen an. Videos vom Wolf werden, so wie es passt, bestimmten Gemeinden zugeordnet

Seit Monaten kursiert ein Video durch die WhatsApp Gruppen. Dieses zeigt, wie sich ein Wolf sich an einer toten Kuh, die am Wegesrand leines Wirtschaftweges liegt, sich den Magen vollschlägt.

Wolf-in-Raesfeld-Erle

Dieses Video kursiert seit mehreren Wochen im Netz. Bei Recherche der Redaktion und Nachfrage bei zahlreichen Raesfelder und Erler Landwirten konnte das Video in keinerlei Verbindung mit der Ortschaft und den hiesigen Landwirten gebracht werden.

Im Gegenteil: Die Landwirte zeigten sich entsetzt darüber, dass angeblich sie eine tote Kuh einfach am Wegesrand entsorgt hätten. Das wäre, so die Antworten der Landwirte, einfach gesetzeswidrig. Darüber hinaus gehöre es zum „Anfüttern“ des Wolfes, was gesetzlich verboten ist.

Wolf Gloria frisst Kuh in Raefeld
Überall und nirgends kann das sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit jedenfalls nicht in Raesfeld oder Erle.

Wie auf dem Video deutlich erkennbar ist, weist der landwirtschaftliche Weg einen sehr sandigen Boden auf. Im gesamten Gemeindegebiet gibt es derartige Sandwege nicht. Das Video, so sagen Landwirten, könne eventuell aus Norddeutschland, oder, so auch die Vermutung aus Polen, SPANIEN oder Frankreich stammen.

Ebenfalls nicht wahr ist die Annahme, ebenfalls in WhatsApp-Gruppen vermutet, dass ein Wolf ein Pony im Bereich der Lehmgruben Menting gerissen habe.

Richtig ist, dass ein Pony vom Wolf in Hünxe gerissen wurde, aber nicht in Erle. siehe hier:

Zweites Pony im Schermbecker Wolfsgebiet gerissen