Finderlohn erwartet ehrlichen Finder

Nachdem inzwischen der alte Kirchturm-Wetterhahn eingehend und labortechnisch untersucht wurde, konnten DNA Spuren und Fingerabdrücke der beteiligten Personen zweifelsfrei zugeordnet werden. Die Blattgoldbeschichtung des Wetterhahns war dafür ein aussagekräftiger und idealer Datenträger.

Da für die Wiederbeschaffung des Wetterhahnes ein Finderlohn in Höhe von 250,00 € ausgelobt worden ist, wird nun der ehrliche Finder gebeten, sich bei
Pastor Arntz zu melden, der den Finderlohn auszahlen möchte. Weil bereits einige so genannte „Trittbrettfahrer“ ebenfalls gerne partizipieren wollen, sollte
der Finder persönlich vorsprechen und die Umstände seines glücklichen Zufalls
kurz darstellen. „Wir müssen dabei auf Nummer sicher gehen, sonst laufen uns die Leute noch die Bude ein“, so Dechant Arntz in salopper Manier. [spoiler] Nach der ausgezahlten Belohnung stehen für den Finder des Wetterhahnes weitere Ehrungen in Aussicht: Die anderen Narren vom Raesfelder Karnevalverein RCV, möchten dem geehrten Finder eine Ordensverleihung in Aussicht stellen und für die nächste Session nominieren.
Darüber hinaus hat der Dachlattenverein der Raesfelder Jungburschenschaft, ein Ableger der „Holger-Börner-Stiftung“ bereits alle Vorbereitungen getroffen. Eine Urkunde, einen Wertgutschein über Raesfelder Allerlei und der „Tuffen-Nagel-Gedächnispokal“ sollen im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreicht werden.

Getreu der Devise, „viel Freund – viel Ehr“, darf sich der redliche Finder der Wetterfahne von St. Martin, noch auf ein ganz besonderes Highlight freuen.
Nach Aussage unseres jungen Bürgermeisters wird dem kleinem Patrioten mit dem großen Herzen für die Wiederbeschaffung des alten Hahns die Ehre zuteil,
sich durch Eintragung in das vergoldete Buch der Gemeinde unsterblich zu machen.

Es ist nur ein kleiner Schritt für einen Menschen – aber ein großer Schritt für die Aufklärung des Abendlandes.

Matthias Claudius

Foto: Reinhard G. Nießing [/spoiler]